Klinikum Nord Mutmacherin auf der Karriereleiter

Ausbildung, Pflege, Studium und Leitung: Laura Mabeia hat als vierfache Mutter eine beeindruckende Laufbahn im Klinikverbund hingelegt – und ist nun Klinikpflegeleitung im Klinikum Bremen-Nord.
09.02.2022, 05:00
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Mutmacherin auf der Karriereleiter
Von Iris Messerschmidt

Bremen-Nord. Die Wege durch das Klinikum Bremen-Nord kennt Laura Mabeia längst in- und auswendig. Laura Mabeia ist neue Klinikpflegeleitung im Klinikum Bremen-Nord. Sie gehört in ihrer neuen Funktion zu einem fünfköpfigen Team von Klinikpflegeleitern. Die vierfache Mutter hat von der Pflegeausbildung und langjähriger Stationsarbeit bis hin zu Studium und Leitungsjob einen beeindruckenden Karriereweg genommen. Die 39-jährige Bremerin möchte mit ihrer Geschichte auch andere Frauen ermutigen, sich nicht zwischen Karriere und Kindern entscheiden zu müssen und ein Beispiel liefern, dass beides zusammen geht. „Klar braucht es dazu auch ein gutes Netzwerk. Aber man kann es schaffen. Es gibt immer eine Lösung“, sagt sie und bekommt derzeit alle paar Meter Glückwünsche von Kolleginnen und Kollegen.

„Es ist total schön zu erleben, wie die Leute sich für einen freuen“, sagt Laura Mabeia. Die Reaktionen zeigten zugleich aber auch, welch hohes Standing sie im Haus zu haben scheine. Spreche man mit Kolleginnen und Kollegen über Laura Mabeia, dann falle nicht selten der Begriff Powerfrau – ein Wort, das beim Blick auf ihren Lebensweg kaum zutreffender sein könnte, so Pressesprecher Timo Sczuplinski.

Viele Jahre auf der Stroke Unit

Allein in ihren zwei Jahren als Bereichspflegeleitung sei sie längst zu einem festen Bestandteil des Klinikums Bremen-Nord geworden, heißt es in der Mitteilung. Laura Mabeia sei aber schon viel länger Teil der kommunalen Krankenhäuser. 2002 zog sie im Alter von 19 Jahren von Bremerhaven nach Bremen-Nord, um dort die Pflegeausbildung zu beginnen. 2005 folgte der Abschluss und der Start als examinierte Pflegekraft auf der Stroke Unit des Klinikums Bremen-Mitte, wo sie bis 2019 blieb. „Es war eine unglaublich tolle Zeit mit vielen lieben Kollegen. Und zudem war es sehr erfüllend, Menschen in Akutsituationen helfen zu können und die Fortschritte nach wenigen Tagen miterleben zu können: ein Traumberuf“, wird Laura Mabeia in einem Rückblick zitiert.

Ihr nächster Schritt sei der erfolgreiche Abschluss 2019 im Studiengang Pflege- und Gesundheitsmanagement an der Hochschule Bremen gewesen, einem engen Kooperationspartner der Gesundheit Nord. Während des Studiums absolvierte die vierfache Mutter zudem ein Trimester in Schottland (Glasgow), wo sie den Bachelor of Science in Professional Studies in Nursing machte. Nach einem Praktikum in der Direktion des Klinikums Bremen-Nord habe das Krankenhaus ihr sogar die Stelle als Bereichsleitung anbieten können.

Karriere und Kinder kein Widerspruch

„Das Schöne ist hier in diesem Verbund, dass man sich immer weiterentwickeln kann und ich dabei auch immer Unterstützung erfahren habe“, sagt Mabeia. Die Unterstützung erhalte sie aber auch immer wieder, um ihren Beruf und ihr Familienleben unter einen Hut zu bekommen. Denn Laura Mabeia sei als Mutter von vier Kindern auch ein beeindruckendes Beispiel dafür, dass Karriere und Kinder kein Widerspruch sein müssen, heißt es seitens des Klinikums. Ihr ältestes Kind ist bereits 22 Jahre alt, das jüngste erst fünf. Dennoch schaffe es Mabeia, immer in Vollzeit zu arbeiten, auch weil ihr Ehemann viele Aufgaben zuhause übernehme, seine Stunden reduziere, Freunde und Familie außerdem mithelfen – aber eben auch der Arbeitgeber.

„Die vielen Möglichkeiten, seine Arbeitszeiten an seine Bedürfnisse anzupassen, finde ich beeindruckend“, ergänzt sie. Laura Mabeia möchte laut dem Klinikum Bremen-Nord mit ihrer Geschichte auch andere Frauen ermutigen, sich nicht zwischen Karriere und Kindern entscheiden zu müssen. Für Laura Mabeia sei bei so viel Unterstützung auch schnell klar gewesen, dass sie die Chance auf den nächsten Schritt nutzen möchte, als die Stelle zur Klinikpflegeleitung ausgeschrieben worden war.

„Die Aufgaben als Klinikpflegeleitung werden sicherlich etwas administrativer als bisher. Aber ich bin auch noch nicht lange aus dem Pflegealltag raus und kann so viele Abläufe gut nachempfinden“, sagt Laura Mabeia. Bis sie alle Glückwünsche aus ihrem Kollegenkreis erhalten habe, würden laut Klinikum Bremen-Nord sicher noch ein paar Tage vergehen. Die Begegnungen auf den Krankenhausfluren würden aber ohnehin bleiben. Mabeia: „Das gehört hier in Nord ja sowieso dazu. Man kennt sich und sagt sich Hallo. Das ist immer wie nach Hause kommen für mich.“

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