Pflanzaktion in Findorff Müll raus, Zwiebeln rein

Am 25. November steigt wieder die Abfallsammel- und Pflanzaktion in Findorff. 5500 Blumenzwiebeln sollen gesetzt werden. Aber vorher muss das Umfeld der zukünftigen Beete noch von Müll befreit werden.
21.11.2022, 08:00
Lesedauer: 2 Min
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Müll raus, Zwiebeln rein
Von Micha Bustian

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es." So hieß das Motto der Müllsammel- und Pflanzaktion in Findorff im vergangenen Jahr. Dieses Projekt soll nachhaltig wiederholt werden, und zwar schon bald. Der ehrenamtlich organisierte Verein Klimazone Bremen lädt für Freitag, 25. November, zusammen mit der Gestra-AG zur öffentlichen Pflanzaktion im Stadtteil ein. Ab 12.30 Uhr werden die Gestra-Beschäftigten und die Kinder des Vereins Fidibus gemeinsam mit Anwohnern Flächen rund um das Firmengelände herum begrünen und angrenzende Flächen für weitere Blumenzwiebelpflanzungen im nächsten Frühling vorbereiten. Ab 16 Uhr folgt eine öffentliche Pflanzaktion an einer entsiegelten Baumscheibenfläche vor der Hemmstraße  303.

5500 Blumenzwiebeln sollen zwei Tage vor dem ersten Advent in Findorff gesetzt werden. Frei nach dem Motto: Müll raus, Zwiebeln rein. Die Gestra hat dafür in ihr Portemonnaie gegriffen. Bevor die Zwiebeln jedoch vergraben werden können, muss aufgeräumt werden. Hemmstraße, Münchener Straße und Admiralstraße sollen, so Gesche Reich von der Klimazone, vom Müll – insbesondere Zigarettenkippen – befreit werden. Die danach gepflanzten Frühblüher wie Krokus, Blaustern und Narzisse sollen Müllsünder und Kippenschnipper abhalten, ihren täglichen Abfall am Straßenrand zu entsorgen. Zudem wird die Anzahl der Insekten pro Fläche durch Frühblüher deutlich erhöht.

„Bienen und andere nützliche Insekten sollen schon Anfang des Jahres Futter in Form von Frühblühern finden. Außerdem freut sich doch jeder Mensch über eine blühende Stadt und gesunde, saubere, grüne Flächen", sagt Landschaftsgärtner Jens Radke, Mitglied beim Verein Clean Up Your City. Er ärgert sich immer wieder "über die Massen an Zigarettenkippen im öffentlichen Raum, die Wasser und unsere Grünflächen massiv mit Schadstoffen belasten". Klimaschutzmanagerin Gesche Reich organisiert das Pflanzfest und vernetzt die Aktiven: „Es ist toll zu sehen, wie wir alle Hand in Hand und unbürokratisch Entscheidungen für den guten Zweck treffen. Ein Anruf genügt, und alle beteiligen sich nach Kräften. Dasselbe erhoffe ich mir von der Bevölkerung."

Mit im Boot sitzt übrigens auch Jonte Mai. Der 14-Jährige hat sich innerhalb Bremens inzwischen einen Namen gemacht, weil er alte Kaugummi-Automaten zu Blumensamenspendern umfunktioniert hat. Er stellt einen mobilen Blumensamenspender zur Verfügung. Der Umweltbetrieb Bremen hat ebenfalls sein Okay gegeben und begrüßt die öffentliche Pflanzaktion. Fehlen nur noch die Anwohner. "Jeder einzelne kann etwas tun und helfen", meint Gesche Reich. "Ob mit Zange, Schaufel, Spende oder einer Tasse Kaffee für die Freiwilligen."

Treffpunkt ist am 25. November um 12.30 Uhr vor der Klimazone, Münchener Straße 146, und Nachmittags um 16 Uhr vor dem Haarstudio Kess,  Hemmstraße 303. Handschuhe, Müllzangen und Müllsäcke sind vorhanden, so lange der Vorrat reicht. Die Veranstalter bitten die Teilnehmer, Gartenschaufeln selbst mitzubringen. Wer Fragen hat, kann eine E-Mail an die Adresse kontakt@klimazone-findorff.de  schicken.

Zur Sache

Gestra und die Energieeffizienz

Die Gestra-AG arbeitet täglich daran, die Energieeffizienz ihrer Kunden zu verbessern. Als Teil der Spirax-Sarco-Engineering-Group verfolgt das Findorffer Unternehmen zudem sechs Initiativen zum Erreichen von null CO2-Emissionen, zum Erhalt der Artenvielfalt, zur Verbesserung der Umweltleistung, zum Beitrag für das Gemeinwohl sowie zu nachhaltigen Produkten und Lieferketten, heißt es in einer Pressemitteilung der Klimazone Findorff.

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