Kinderbetreuung Kitaplatz-Angebot soll wachsen

Bis 2025 soll es für 60 Prozent der Unter-Dreijährigen und für alle Drei- bis Sechsjährigen einen Kita-Platz geben. Von dieser sogenannten Versorgungsquote ist das Angebot Gröpelingen aber noch weit entfernt.
08.02.2021, 05:00
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Kitaplatz-Angebot soll wachsen
Von Anne Gerling

In Gröpelingen muss beim Kitaplatz-Ausbau noch einiges getan werden, um die von der Stadt bis zum Jahr 2025 angestrebten Versorgungsquoten von 60 Prozent für Kinder unter drei Jahren beziehungsweise 100 Prozent für Drei- bis Sechsjährige zu erreichen: Das geht aus den Zahlen hervor, die Wolfgang Bulling vom Referat Tagesbetreuung im Bildungsressort kürzlich dem Bildungsausschuss des Gröpelinger Beirats präsentiert hat.

Gröpelingen ist stadtweit der Stadtteil mit den meisten Kindern – und auch wenn dort Prognosen zufolge die Anzahl der Kinder in den kommenden Jahren leicht sinken soll, so gibt es Bulling zufolge trotzdem noch einiges aufzuholen: Aktuell sind seiner Behörde 89 Kinder gemeldet, deren Eltern für das laufende Jahr noch einen Betreuungsplatz suchen. Insgesamt sollen bis 2025 im Stadtteil 237 zusätzliche Plätze für Kinder unter drei Jahren (U3) und weitere 330 Plätze für Kinder zwischen drei und sechs Jahren (Ü3) entstehen.

Neue Plätze ab Juni

Um 75 zusätzliche Plätze (25 U3 / 50 Ü3) wird das Angebot demnach ab Juni mit der Eröffnung einer neuen Kita der PME Bremen gGmbH im ehemaligen Gemeindehaus Danziger Straße ansteigen. Im Kinder- und Familienzentrum (KuFZ) Pastorenweg werden durch Umbaumaßnahmen bis Juni 20 Ü3-Plätze in U3-Plätze umgewandelt, sodass auch dort zukünftig alle Altersgruppen durchgängig betreut werden können. Weitere 60 Plätze (20 U3 / 40 Ü3) kommen hinzu, wenn zum 1. August die Kita Drachenkinder am Schiffbauerweg in Betrieb gehen kann.

„Zum Kindergartenjahr 2022/23 werden wir dann großen Schwung bekommen“, erwartet Bulling außerdem. Dann nämlich starte die Kita Im Weinberge mit 40 Plätzen (20 U3/20 Ü3), das Kinderhaus Quirli bekomme mit dem Teil-Umzug von der Ortstraße an die Seewenjestraße zwölf zusätzliche U3-Plätze, die Hans-Wendt-Stiftung eröffne an der Lindenhofstraße eine Einrichtung mit 130 Plätzen (30 U3/100 Ü3) und die neue Kita Marienwerderstraße – bislang noch ohne Träger – mit insgesamt 60 Plätzen (20 U3/40 Ü3) starte. Weitere 90 Plätze (30 U3 /60 Ü3) sollen in einer neuen Kita der Scola Nova gGmbH an der Basdahler Straße entstehen und außerdem das Kinder- und Familienzentrum (KuFZ) Am Nonnenberg in einen Neubau auf dem Grundstück der früheren St.-Joseph-Schule am Alten Heerweg umziehen und dabei 20 zusätzliche U3-Plätze bekommen: „Die Fläche ist inzwischen angekauft worden, und der Bauantrag wurde im November gestellt.“

Einziger Wermutstropfen: Baugenehmigung und Standzeit des Mobilbaus bei der Kita Schwarzer Weg und des von der Hans-Wendt-Stiftung betriebenen Kinderhauses Pulverberg in Oslebshausen enden 2022; ab August müssen beide abgebaut werden. Damit verliert das Ohlenhof-Quartier 40 und Oslebshausen 60 Betreuungsplätze, was nach Ansicht von Rolf Vogelsang (SPD) insbesondere Familien in der Wohnanlage Wohlers Eichen treffen wird. „Eine Kita an dieser Stelle macht sehr viel Sinn“, ist er überzeugt. Denn ein Blick auf die Betreuungs-Landkarte zeigt, dass es gerade in Oslebshausen noch einige weiße Flecken gibt und Zentral-Gröpelingen erkennbar mehr Einrichtungen hat.

Leider sei in Oslebshausen aber kein Grundstück als Dauerlösung für das Kinderhaus Pulverberg gefunden worden, so Bulling. Die neuen Kitas Im Weinberge und Alter Heerweg seien aber von Wohlers Eichen aus zu Fuß fast genauso gut wie der Pulverberg zu erreichen.

Bewegungskita soll kommen

Im Kitajahr 2023/24 soll dann auch beim Kinder- und Familienzentrum Halmerweg ein Neubau mit zehn zusätzlichen U3-Plätzen fertig sein und das Kinderhaus Quirli mit den restlichen Gruppen an die Seewenjestraße ziehen, was 20 Ü3-Plätze obendrauf bedeutet. Im Kitajahr 2024/25 wiederum könnte endlich der von Tura Bremen und Nakita schon lange angestrebte Bewegungskindergarten an der Lissaer Straße mit 90 Plätzen (30 U3/60 Ü3) in Betrieb gehen. „Da sind wir in regelmäßigen Gesprächen mit dem Träger und allen Beteiligten. Momentan wird nochmal eine andere Fläche auf der Sportanlage geprüft, weil auf der ursprünglich vorgesehenen Fläche Wald ist“, so Bulling. Darüber hinaus gebe es noch eine Option für eine Kita mit weiteren 60 Plätzen eines anderen Trägers.

Spätestens zum Kita-Jahr 2024/25 rechnet Bulling somit mit Versorgungsquoten von 60 Prozent für die Unter-Dreijährigen und 107 Prozent für Kinder ab drei Jahren. Wie bitte?! Richtig gehört, bestätigt Bulling: „Mehr als 100 Prozent kann es eigentlich nicht geben, aber wir hören nicht bei 100 auf.“ Auf diese Weise solle sichergestellt werden, dass es im Falle notwendiger Sanierungen nicht zu Engpässen komme. Außerdem besuchten gerade an den Stadtteilgrenzen auch Kinder aus anderen Stadtteilen Gröpelinger Einrichtungen.

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