Horn to be Wild am 11. August Festival wird größer und grüner

Der Countdown auf der Homepage des Horn-to-be-wild-Festival läuft: In der vierten Auflage setzen die Macher des Open-Air auf regionale Mitstreiter bei Getränken, Verpflegung und sogar bei der Musik.
11.07.2018, 17:16
Lesedauer: 3 Min
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Von Maren Brandstätter

Tage, Stunden, Minuten, Sekunden – der Countdown auf der Homepage vom Horn-to-be-wild-Festival (HTBW) zeigt genau an, wie lange sich die Besucher noch bis zum Einlass gedulden müssen. Der ist am 11. August – für die Festival-Crew vom Jugendkulturverein Horn gibt es bis dahin noch einiges zu tun. Aber Stress haben sie nicht, sagt Rebecka Gödecke, zuständig für die Pressearbeit. „Wir haben ja seit dem ersten Festival viel dazugelernt.“ Bei der vierten Auflage laufe bis auf Kleinigkeiten bislang alles glatt. Die Plakate allerdings, die gehörten zu eben diesen Kleinigkeiten. „Die sollten eigentlich schon fertig sein, aber wir haben sie gerade erst in den Druck gegeben“, erzählt sie. Aus der Ruhe bringe die Verzögerung das Team aber nicht – alles halb so wild.

Neben den Plakaten wollen die Jugendlichen auch wieder die obligatorischen Aufkleber in der Stadt verteilen, und – erstmals – auch mit eigenen Bierdeckeln in Kneipen werben. Das neue Werbekonzept haben sie gemeinsam mit einer Bremer Brauerei auf den Weg gebracht. Sie, das sind 30 Jugendliche, die sich um die gesamte Planung des Festivals kümmern. Weitere 30 stehen auf Abruf bereit, wenn es ernst wird. „Die haben keine Zeit, regelmäßig bei den Planungstreffen dabei zu sein und packen dann vor allem beim Festivalabend mit an“, erzählt Gödecke.

Noch mehr Besucher erwartet

Die Besucherkapazität wurde in diesem Jahr ein weiteres Mal angehoben: von 1500 auf 1700. Der Schwerpunkt des HTBW wird „Nachhaltigkeit“ sein. „Dass Festivals grüner werden müssen, ist in der heutigen Zeit des Klimawandels und des zu hohen Konsums ein wichtiger Punkt“, sagt Gödecke. Bereits 2017 hatte die Festival-Crew wiederverwendbare Becher angeschafft, um ein Pfandsystem einzuführen und somit weniger Plastikmüll zu verursachen. In diesem Jahr arbeitet sie mit einem Bremer Start-up zusammen, das für die neue Kaffeebar wiederverwendbare Becher stellen wird. Ein weiterer neuer Partner stelle Seifenblasen für eine „nachhaltige Spaßkultur“ her. „Da zu jedem guten Musikfestival Glitzer gehört, haben wir uns außerdem über ökologischere Alternativen zur bekannten Variante aus Mikroplastik informiert“, erzählt Gödecke. „Auch alle Merchandise-Artikel wie T-Shirts oder Beutel werden möglichst umweltfreundlich hergestellt.“

Auf dem Festivalgelände werden in diesem Jahr wieder viele Stände zu finden sein. Es gibt hausgemachtes Eis aus Bremerhaven, Burger aus dem Viertel und Veganes aus Walle. Ebenfalls regional sind die Getränkelieferanten. Als Programm abseits der Musik wird unter anderem eine Schnitzeljagd angeboten. „Leider ist uns ein Sportverein mit seinem Mitmachstand abgesprungen“, erzählt Gödecke. „Wer Lust hat, einzuspringen, kann sich gerne bei uns melden.“

Auch die Musik kommt in diesem Jahr wie immer zum Teil aus der Region. Neben den vier bereits vorgestellten Bands Passepartout (deutsch-französischer Hip-Hop), Roast Apple (Indie-Pop), Konfeddi (deutschsprachiger Indie-Rock) sowie Ivory (deutschsprachige Electronic) hat die Crew inzwischen auch die übrigen drei publik gemacht. Headliner sind diesmal Brett. Der Name steht für Sechziger- und Siebziger-Jahre, „aber mit Indie, Alternative, ein bisschen Stoner und ganz viel Heute“. Vier Jungs, alle Mitte 20, machen Musik, die rotzig, romantisch und energisch ist. Sie sind laut und sie spielen sich die Seele aus dem Leib, heißt es in der Ankündigung. „Brett sind anders, aber man versteht sich sofort.“ Die vier Hamburger kommen mit ihrem Debütalbum „WutKitsch“ im Gepäck nach Bremen.

Bands aus der Region und Bremen

Anfang 2018 veröffentlichte die junge Bremer Gruppe Boranbay ihre Debüt-Single „Monster“. Frontsänger und Gitarrist Yasin Lucas Boranbay hatte zuvor bereits mit der Band Yellowtree erste Erfolge verbucht, wie zum Beispiel einen Auftritt auf der Breminale. Nun liefert er zusammen mit Gitarrist Arved Wehling, Bassist Moritz O’Swald und Drummer Simon Raschen modernen Alternative Rock mit Funk, Psychedelic, Pop und Stoner-Einflüssen - hörbar inspiriert von den Foo Fighters. Mit ihren starken Riffs und eingängigen Vocals werde Boranbay auf dem HTBW den Boden zum Beben bringen, verspricht die Crew.

Im Sommer 2016 schlossen sich Bianca Paloma Marstaller, Kai Kampf und Tom Wagner – allesamt aus Bremen – zur Band Paloma & The Matches zusammen. Ein Jahr später, im Sommer 2017, wurde bereits das Musikvideo zur ersten Single „Out of Sight, Out of Mind“ veröffentlicht, die mit Soul in der Stimme und melancholischen Riffs von verflossener Liebe erzählt. Zur selben Zeit konnte die junge Band ihren ersten Live-Auftritt verbuchen, und zwar gleich direkt auf der Breminale. Dort wurde das Trio von Nils O‘Swald ergänzt, der seitdem festes Bandmitglied geworden ist. Die Band liefert einen Mix aus Psychedelic Rock, Folk und Pop.

Einlass zum HTBW-Festival ist am Sonnabend, 11. August, ab 14 Uhr. Aus Rücksicht auf die Anwohner endet die Party um 22 Uhr. Tickets gibt es bei Nordwest-Ticket unter Telefon 36 36 36 oder über die Homepage www.horntobewild-festival.de.

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