Prozess um Betrugsmasche „Falsche Polizisten“ Besprechung verhindert Aussage der Bremer Angeklagten

Eigentlich sollten am Freitagvormittag im Prozess um die Betrugsmasche „falsche Polizisten“ die beiden Angeklagten aussagen. Doch dann kam alles ganz anders.
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Besprechung verhindert Aussage der Bremer Angeklagten
Von Ralf Michel

Eigentlich standen am zweiten Tag im Prozess gegen zwei Trickbetrüger, die als falsche Polizisten unterwegs gewesen sein sollen, die Aussagen der Angeklagten auf dem Programm. Doch dazu sollte es am Freitagvormittag nicht kommen. Der Verteidiger von einem der beiden angeklagten Bremer hatte schon beim Prozessauftakt vor zwei Wochen Gesprächsbedarf mit den Richtern und der Staatsanwaltschaft angekündigt. Dem kam das Gericht am Freitag nach – unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Eineinhalb Stunden zogen sich diese Beratungen hin, dann wurde der Verhandlungstag komplett unterbrochen. Weiter gehen soll es nun am Donnerstag, 8. November, um 9.30 Uhr.

In der Sache geht es in diesem Verfahren um den Betrugsvorwurf gegen zwei Männern aus Bremen, 30 und 27 Jahre alt. Ihnen wird vorgeworfen, mehrfach versucht zu haben, ältere Menschen um Wertsachen zu betrügen. In drei Fällen blieb es beim Versuch, einmal hatten sie Erfolg – eine 81-jährige Berlinerin händigte ihnen Goldbarren im Wert von etwa 59.000 Euro aus. Zuvor hatten sich die Männer telefonisch bei ihr gemeldet, sich als Polizisten ausgegeben und sie mit einer erfundenen Geschichte von einem angeblichen geplanten Einbruch unter Druck gesetzt. Um ihr Gold zu schützen, hatte die Seniorin es daraufhin den Betrügern übergeben.

Lesen Sie auch

Einem der beiden Angeklagten wirft die Staatsanwaltschaft außerdem vor, in 167 Fällen unter falschem Namen online Waren bestellt und erhalten zu haben ohne sie zu bezahlen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+