Polizei vor Ort

Haus in der Bremer Neustadt von Aktivistinnen besetzt

Seit Freitagnachmittag haben linke Aktivistinnen ein Haus in der Bremer Neustadt besetzt. Die Aktion steht in Verbindung mit der Räumung des Hauses „Liebig 34“ - einem Symbol der linken Szene in Berlin.
11.10.2020, 13:21
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Von sei/dpa
Haus in der Bremer Neustadt von Aktivistinnen besetzt

Seit Freitagnachmittag besetzen Aktivistinnen das Haus in der Lahnstraße in der Bremer Neustadt.

Christian Butt

Linke Aktivistinnen haben seit Freitagnachmittag ein Haus an der Lahnstraße in der Bremer Neustadt besetzt. Mehrere vermummte Personen hätten das seit Längerem leer stehende Haus besetzt, teilte eine Polizeisprecherin mit. Kurz nach der Besetzung versammelten sich zudem rund 70 Sympathisanten zu einer Spontandemonstration in der Lahnstraße. Dabei brachten sie Banner mit den Aufschriften „Liebig 34 lebt“ sowie „Leerstand? Besetzen!“ an dem Haus an.

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Auch am Samstag hielten sich weiterhin um die 25 Personen im Haus sowie auf der Straße und den Gehwegen auf. Die Polizei sei vor Ort und schaue sich die Lage an, teilte die Sprecherin mit. Unklar sei noch, ob das Haus von der Polizei geräumt wird, man werde Maßnahmen an die Lage anpassen. Der Besitzer des Hauses, in dem sich das ehemalige Kulturzentrum „Dete“ befindet, hat derweil Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs gestellt.

Das Haus „Liebig 34“ in Berlin - ein Symbol der linksradikalen Szene, um das lange heftig gestritten wurde - war am Freitagmorgen unter Protest geräumt worden. In der Nacht zu Samstag war es daraufhin zu Ausschreitungen in der Hauptstadt gekommen. Am Abend zogen die Teilnehmer der Demonstration mit Sprechchören bei Regen durch Berlin, die Stimmung war aggressiv. Es kam zu Rangeleien zwischen Polizisten und Demonstranten. Festnahmen wurden beobachtet, die Polizei machte dazu zunächst keine Angaben. Zu Beginn der Versammlung wurde der Protestzug immer wieder gestoppt. Die zweite Hälfte der Demonstration verlief dann vergleichsweise zügig und friedlicher. Nach Einschätzung von Beobachtern vor Ort nahmen mehr als tausend Menschen an der Demonstration teil.

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