Erinnern an die Zukunft Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Die Landeszentrale für politische Bildung und der Verein "Erinnern für die Zukunft" laden zu Veranstaltungen rund um den Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus ein - auch über den den 27. Januar hinaus.
11.01.2022, 05:00
Lesedauer: 3 Min
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Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus
Von Iris Messerschmidt

Vor 77 Jahren befreiten sowjetische Soldaten das Vernichtungslager Auschwitz. Hier ermordeten die Nationalsozialisten zwischen 1940 und 1945 mehr als eine Million Menschen. Seit 1996 ist der 27. Januar, der Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers (KZ) Auschwitz, offizieller Gedenktag der Bundesrepublik Deutschland für die Opfer des Nationalsozialismus. Seit vielen Jahren koordinieren die Landeszentrale für politische Bildung und der Verein "Erinnern für die Zukunft" auch in Bremen ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, das zeitlich weit über den 27. Januar hinausgeht.

Der Schwerpunkt der diesjährigen zentralen Gedenkveranstaltung sowie mehrerer weiterer Vorträge soll in diesem Jahr den Menschen gewidmet werden, die während der nationalsozialistischen Diktatur als sogenannte "Asoziale" und "Berufsverbrecher" verfolgt wurden.
Wichtig zu wissen: Aufgrund der derzeitigen Pandemie-Situation ist es laut den Organisatoren nicht sicher, dass alle Veranstaltungen wie gewünscht stattfinden können. Bislang geplante Veranstaltungen in Bremen-Nord:

Verlegt: Die für Donnerstag, 13. Januar, 19.30 Uhr, geplante Lesung von Egbert Heiß aus seinem aktuelle Buch "Die Feldpostbriefe meiner Eltern – 1940 bis 1945" im Vegesacker Geschichtenhaus, Zum Alten Speicher 5a, ist auf den 12. Mai verlegt worden.

16. Januar bis 6. März: Von Sonntag an gibt es im Denkort Bunker Valentin, Rekumer Siel, die Ausstellung "Rotspanier", eine dreisprachige Wanderausstellung über spanische Zwangsarbeiter mit Rahmenprogramm. Die Vernissage ist für Sonntag, 16. Januar, 15 Uhr, mit einer Führung des Kurators, Peter Gaida, geplant.

16. Februar: Um "das Konzentrationslager am Weserstrand" geht es am Mittwoch, 16. Februar, 19 Uhr. Dann stellt Karsten Ellebrecht sein Buch "Ihr habt hier keinen Namen mehr" vor. Im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Bremer Wollkämmerei, Zum Krempel 2, geht es dann um die Geschichte des KZ-Außenlagers Bremen-Blumenthal. Moderiert wird die Veranstaltung von Klaus Volland.

22. Februar: "Asozial" – "!Sozi!" lautet der Vortrag von Heide Marie Voigt, der für Dienstag, 22. Februar, in der Stadtbibliothek Vegesack, Aumunder Heerweg 87, geplant ist. Beginn ist um 18.30 Uhr.

16. März: Das "Arbeitserziehungslager Bremen-Farge" steht am Mittwoch, 16. März, an zwei Terminen, 10 und 18 Uhr, im Fokus. "(Gestapo-)Terror gegen Arbeitsverweigerer" lautet das Thema des Vortrages von Simon Rau. Veranstalter ist das Bürgerhaus Gemeinschaftszentrum. Die Veranstaltung ist im Bürgerhaus Obervieland, Alfred-Faust-Straße 4.

17. März: Eine inszenierte Lesung mit Heide Marie Voigt, Martin Heckmann und Lennart Hinz ist für Donnerstag, 17. März, auf der Burg Blomendal, Auestraße 9a, geplant. Ab 19 Uhr heißt es dann "Das Schweigen des Herrn Hassler oder: Erinnern – Zukunft gestalten".

24. März: Im Denkort Bunker Valentin, Rekumer Siel, geht es am Donnerstag, 24. März, um die Erinnerungen des griechischen KZ-Häftlings Spiros Pasalogluan. Das Buch von Kostas Chalemos "Nr. 32730. Odyssee einer Geisel", wird gelesen von Katharina Guleikoff, kommentiert von Marcus Meyer, und handelt von Pasalogluans Zeit im KZ Neuengamme sowie im KZ-Außenlager Farge. Beginn ist um 19.30 Uhr.

27. März: Um "Nordafrikanische Zwangsarbeiter der Baustelle des U-Boot-Bunkers in Bremen-Farge und in den zugehörigen Lagern 1943-45" geht es am Sonntag, 27. März, ab 15.30 Uhr. Im Denkort Bunker Valentin, wird dann zum Vortrag mit Appolinaire Apetor-Koffi eingeladen.

Zur Sache

Zentrale Gedenveranstaltung im Bremer Rathaus

Die Zentralen Gedenkveranstaltung des Senats der Freien Hansestadt Bremen ist am Donnerstag, 27. Januar, 19 Uhr, im Bremer Rathaus, Obere Halle, mit Grußworten von Bürgermeister Andreas Bovenschulte, einem Vortrag von Yvonne Robel, "Stigma asozial. Nationalsozialistische Verfogung und zögerliche Erinnerung", moderiert vom Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Bremen, Thomas Köcher, Musik Willie Burger, Burghard Bock, Jürgen Schöffel, Schülerinnen und Schüler der Oberschule Am Barkhof lesen aus dem Erinnerungsbuch für die Opfer der Medizinverbrechen aus Bremen.
Anmeldung über www.politischebildung-bremen.de.

Info

Bevor Interessierte also eine Veranstaltung besuchen, werden sie gebeten, sich regelmäßig über die
aktuellen Entwicklungen beziehungsweise Auflagen sowie gegebenenfalls notwendigen Anmeldungen auf dem Online-Veranstaltungskalender auf dem Laufenden zu halten: www.politische-bildung-bremen.de.

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