Behörde dementiert In Bremen gebaute Oligarchen-Jacht offenbar doch nicht beschlagnahmt

Die Luxusjacht "Dilbar" soll in Hamburg beschlagnahmt worden sein. Sie gehört einem russischen Oligarchen und wurde in Bremen-Vegesack gebaut. Die zuständige Behörde streitet den Vorfall jedoch ab.
03.03.2022, 14:50
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
In Bremen gebaute Oligarchen-Jacht offenbar doch nicht beschlagnahmt
Von Jan-Felix Jasch

Die russische Megayjacht des russische Stahlmagnaten Alisher Usmanow ist anscheinend doch nicht von deutschen Behörden beschlagnahmt worden. Das bestätigte am Donnerstag eine Sprecherin der Wirtschaftsbehörde. „Nach unserer Kenntnis ist die Jacht nicht beschlagnahmt worden“, sagte die Sprecherin. Ähnlich äußerte sich ein Sprecher des zuständigen Bundeswirtschaftsministeriums in Berlin auf Anfrage.

Zuvor hatte das US-Magazin "Forbes" unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen aus der Jacht-Industrie von dem angeblichen Vorfall berichtet. Das Schiff sollte bei der Werft Blohm+Voss, einer Tochter der Bremer Lürssen-Werft, in Hamburg überholt werden. Laut dem Bericht sei keiner der Arbeiter mehr zur Arbeit erschienen, weil die Jacht bereits beschlagnahmt gewesen sei.

Lesen Sie auch

Die "Dilbar" wurde in über vier Jahren Bauzeit in Bremen-Vegesack gebaut, sie soll rund 600 Millionen US-Dollar gekostet haben. Laut "Forbes" ist die "Dilbar" nach Bruttoregistertonnage die größte Motorjacht der Welt. Das Schiff könne eine Crew von 96 Menschen sowie bis zu 24 Gäste in zwölf Suiten beherbergen. Auf dem Schiff befindet sich der größte Swimmingpool, der je auf einer Jacht installiert wurde, sowie zwei Helikopterlandeplätze. 

Ausgedockt wurde die Lürssen-Yacht noch unter ihrem Projektnamen "Opal". Inzwischen trägt das weiße Schiff den richtigen Schriftzug an Heck und Seite: „Dilbar“, einen russischen Mädchennamen. Usmanov besaß auch eine gleichnamige 66-Meter-Yacht (Baujahr 2005).

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+