Fußball-Landesliga Bremen

„Ein Punkt wäre eine Sensation“

Fußball-Landesligist SV Grohn um Dennis Magull trifft an diesem Spieltag auf den Gastgeber TSV Hasenbüren, der mit einem Sieg in der Tabelle überholt werden kann.
15.11.2019, 15:00
Lesedauer: 3 Min
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Von Karsten Hollmann

Bremen-Nord/Lemwerder. Der SV Türkspor ist bestrebt, im Spitzenspiel der Fußball-Landesliga Bremen beim Vierten VfL 07 Bremen an diesem Sonnabend um 15.30 Uhr die einmalige Chance wahrzunehmen, einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Aufstieg auf Distanz zu halten. Für das Schlusslicht SV Lemwerder geht es am Sonntag um 15 Uhr in der Partie gegen den Spitzenreiter OSC Bremerhaven, im ersten Spiel ohne Ex-Trainer Edu Yakan, in erster Linie um Schadensbegrenzung.

VfL 07 Bremen – SV Türkspor: Der Zweite tritt beim direkten Verfolger an. „Der VfL 07 hat den Wiederaufstieg in die Bremen-Liga in der vergangenen Saison nur ganz knapp verpasst und ist auch jetzt wieder ein klarer Aufstiegsaspirant“, gibt SVT-Coach Bahadir Kilickeser zu bedenken. Dieser nimmt zur Verlängerung seiner Trainer-B-Lizenz an einer zweitägigen Fortbildung teil und verpasst deshalb das Match. Sein Co-Trainer Hakan Aslanyurek wird Kilickeser auf der Bank vertreten. Verzichten müssen die Gäste weiter auf Cebrail Finke (Kreuzbandriss). Dafür kehrt Enes Kök nach abgesessener Gelbsperre wieder ins Team zurück. „Meine Jungs sind hoch motiviert. Schließlich stehen wir auf einem Aufstiegsplatz. Wenn wir im Findorff verlieren, können wir uns aber auch ganz schnell auf Platz fünf wiederfinden“, so Bahadir Kilickeser. Deshalb sei es „verboten“, beim VfL 07 zu verlieren.

Sonnabend, 15.30 Uhr, Nürnberger Straße

TSV Hasenbüren – SV Grohn: „Hasenbüren ist sehr schwer einzuschätzen, weil niemand aus unserem Verein jemals auf deren Platz gespielt hat“, informiert SVG-Trainer Jan-Philipp Heine. Er sei jedoch vorwiegend mit seiner eigenen Elf beschäftigt und auf ein kampfbetontes Spiel am Sonntag eingestellt. Die Stimmung sei in der Trainingswoche nach dem Erfolg im Nachbarduell gegen die DJK Germania Blumenthal natürlich gut gewesen. „Wir haben unsere Niederlagenserie zu Recht gebrochen. Daran wollen wir nun anknüpfen“, erklärt Heine.

Die Gäste bangen noch um den Einsatz ihres einzigen Torhüters Andreas Balzer, der einen privaten Termin hat. „Zur Not gehen wir aber auch mit unserem Feldspieler Dennis Magull im Tor ins Spiel. Der hat seine Sache schon im Pokalspiel beim OSC Bremerhaven gut gemacht“, sagt Jan-Philipp Heine. Für seine Formation stünden in den restlichen Partien des Jahres gegen direkte Konkurrenten richtungsweisende Wochen an.

Sonntag, 14 Uhr, Hasenbüren

DJK Germania Blumenthal – TS Woltmershausen: Die DJK empfängt den Tabellennachbarn. Mit einem Sieg würden die Blumenthaler ihren Widersacher überholen. „Die Derby-Niederlage beim SV Grohn war natürlich sehr bitter für uns. Wir haben uns aber in der Woche wieder gesammelt und gehen deshalb mit einer breiten Brust ins Spiel gegen Woltmershausen“, betont DJK-Trainer Aydin Pekyalcin. Er muss ohne den beruflich verhinderten Behar Ramadani auskommen. Dafür ist Bilal Subasoglu wieder an Bord.

„Woltmershausen steht kompakt in der Abwehr und spielt sehr gute Diagonalbälle“, warnt Aydin Pekyalcin seine Schützlinge. Für seine Formation werde es darauf ankommen, geduldig zu bleiben. „Wir wollen natürlich die Fehler unseres Gegners mit unserer gewohnten Konter-Taktik ausnutzen“, erklärt der DJK-Übungsleiter.

Sonntag, 14 Uhr, Burgwall-Stadion

SV Lemwerder – OSC Bremerhaven: Als krasser Außenseiter geht der Letzte in die Partie mit dem Ersten. „Das ist ein Spiel David gegen Goliath. Für uns geht es vor allem darum, keine sieben oder acht Gegentore zu kassieren“, sagt SVL-Interimscoach Paul-Philipp Lapsien. Dieser erklärte sich bereit, das Team vorübergehend mit Co-Trainer Oliver Jung zu führen. „Wir müssen nun erst einmal das Chaos beseitigen“, versichert Lapsien. Mit Oliver Jung wird ein gelernter Torwart wieder zwischen die Pfosten zurückkehren. Feldspieler Mohammed Ali hatte bei der 1:4-Schlappe beim SV Türkspor im Tor des Gastes bei dem einen oder anderen Gegentor nicht den besten Eindruck hinterlassen. „Wir wollen so lange wie möglich ohne Gegentor bleiben und den einen oder anderen Nadelstich nach vorne setzen“, kündigt Paul-Philipp Lapsien an. An einen Punktgewinn beim Klassenbesten glaubt dieser aber nicht wirklich: „Das wäre schon eine Sensation.“

Sonntag, 15 Uhr, Lemwerder

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