Dart-Bundesliga

Ein Zeichen der Stärke

Der zuletzt nur bedingt überzeugende DC Vegesack bringt Tabellenführer DC Bulldogs Wolfenbüttel die erste Niederlage bei.
03.03.2020, 16:38
Lesedauer: 2 Min
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Von Jens Pillnick
Ein Zeichen der Stärke

Alexander Patz vom DC Vegesack spielte gegen Bundesliga-Tabellenführer Wolfenbüttel und gegen Diedersen groß auf

CARMEN JASPERSEN

Der DC Vegesack hat sich im Titelkampf der Dart-Bundesliga Nord eindrucksvoll zurückgemeldet. Nachdem sich der Rekordmeister an den beiden Spieltagen zuvor mit jeweils 2:2 Punkten hatte begnügen müssen, gelangen ihm diesmal zwei Siege. Während das 8:4 gegen Diedersen einer Pflichterfüllung glich, war das 9:3 gegen Wolfenbüttel ein Zeichen der Stärke. Schließlich sind die Bulldogs Tabellenführer und hatten bis dahin noch keine Niederlage kassiert. Dass sich der auf Position zwei vorgerückte DC Vegesack für die Endrunde mit den jeweils besten vier Mannschaften aus der Nord- und Südstaffel qualifiziert, ist bei zwei ausstehenden Spieltagen nur noch Formsache.

„Ich hätte nicht gedacht, das wir in beiden Spielen so glatt durchgehen würden. Wir hatten an diesen Tag keinen Schwachpunkt und alle spielten in beiden Partien ein sehr hohes Niveau, wobei Alexander Patz und Torsten Wöhlk noch herausragten“, erklärte ein angenehm überraschter Teamchef Detlef Dolinki. Eine Einschätzung, die keineswegs auf Understatement basiert, denn schließlich hatten den Vegesackern mit Andree Welge, Tomas Seyler, René Berndt und Raoul Kanitz vier Leistungsträger gefehlt.

DC Vegesack – DC Bulldogs Wolfenbüttel 9:3: Nach einem Sieg von Alexander Patz (3:1) und einem 2:3 von Volker Kampmann folgte ein großer Auftritt von Torsten Wöhlk. Der Hamburger in Diensten der Vegesacker sorgte mit drei Shortlegs und zwei 180ern für ein 3:1 gegen Ex-Nationalspieler Jens Ziegler. Dolinski: „Torsten hat ihn teilweise an die Wand gespielt.“ Das zeitgleich ausgetragene 3:2 von Lars Erkelenz (zwei Shortlegs) gegen Nationalspieler Daniel Zygla bezeichnete Detlef Dolinski später als „Knackpunkt des Spiels“, es bescherte Vegesack eine 3:1-Führung. „Damit konnten wir nacheinander die Hauptleistungsträger des DC Wolfenbüttel aus dem Spiel nehmen“, rieb sich Dolinski verständlicherweise die Hände.

Nach Siegen von Maikel Venema, Rene Windeler und Michael Klönhammer (zwei 180er) sowie einer Niederlage von Gerd Patzel hatte Vegesack beim 6:2 nach den Einzeln einen Punkt sicher. Dem DC Wolfenbüttel blieb nur die Hoffnung, dass er – ähnlich wie zuvor gegen Diedersen – die Partie mit vier gewonnenen Doppeln noch in eine andere Richtung lenken konnte. Eine Hoffnung, die die Niedersachsen schnell begraben mussten, denn Alexander Patz und Christian Bober holten mit dem 3:1 sogleich den entscheidenden siebten Zähler. Eine Niederlage von Erkelenz/Klönhammer sowie Siege von Wöhlk/Kampmann und Venema/Windeler komplettierten die Partie.

DC Vegesack – SC Diedersen Treble Bull 8:4: Nun galt es, diese Topleistung zu bestätigen. Zunächst sorgten Alexander Patz und Torsten Wöhlk (jeweils zwei Shortlegs), die an ihre Leistungen aus dem Spiel gegen Wolfenbüttel anknüpften, dafür, dass es nach den ersten beiden Einzelrunden 2:2 stand. Einen möglichen Vorsprung für Vegesack verpassten Rene Windeler und Lars Erkelenz mit ihren 2:3-Niederlagen. Danach setzte sich Vegesack ab, wenn auch ein wenig glücklich. Maikel Venema musste bei seinem 3:2 gegen Calvin Taran nämlich zittern, denn der 14-Jährige besaß Matchdarts. Christian Bober (116er-Finish), Michael Klönhammer (zwei Shortlegs) und Volker Kampmann (drei 180er) sorgten für eine komfortable 6:2-Führung.

Wie gegen Wolfenbüttel brachte auch das erste beendete Doppel den Sieg für Vegesack. Dem 3:1 von Wöhlk/Erkelenz folgte ein 3:2 von Patz/Bober zum 8:2 für den Favoriten. Damit war die Luft etwas raus, Klönhammer/Patzel und Venema/Kampmann gestatteten Diedersen Ergebniskosmetik.

Am Sonnabend, 4. April, steht der vorletzte Bundesliga-Spieltag auf dem Programm. Dann spielt Vegesack gegen Gastgeber Salzgitter und Dortmund. Am letzten Bundesliga-Spieltag am Sonnabend, 2. Mai, genießt Vegesack dann nochmals Heimrecht, abschließend folgt die Bundesliga-Endrunde am Wochenende 23./24. Mai in Flensburg.

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