Fritz-Piaskowski-Bad

Freizeitbad-Sanierung wird teurer als zunächst geschätzt

Die Sanierung des Fritz-Piaskowski-Bads in Vegesack kostet in der vom Beirat favorisierten Freibad-Variante 33,6 Millionen Euro. Das sind 10,6 Millionen Euro mehr als zunächst angenommen.
10.05.2021, 07:00
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Freizeitbad-Sanierung wird teurer als zunächst geschätzt
Von Julia Ladebeck
Freizeitbad-Sanierung wird teurer als zunächst geschätzt

Der Beirat Vegesack möchte, dass das Freizeitbad Vegesack wieder ein saisonales Freibad bekommt. Eine andere Variante sieht ein Ganzjahresaußenbecken vor.

Christian Kosak

Die Sanierung des Fritz-Piaskowski-Bades in Vegesack wird teurer als zunächst geschätzt wurde. Die Kosten für die Variante B, für die der Beirat Vegesack votiert hat und die ein Freibad vorsieht, sind nach jetzigem Stand mehr als zehn Millionen Euro höher als noch 2019 angenommen. Das geht aus einer Beschlussvorlage für die Sitzung der städtischen Sportdeputation hervor, die am Dienstag, 11. Mai, tagt.

Die Beschlussvorlage fasst den aktuellen Stand der Planung für die Sanierung des Vegesacker Freizeitbads zusammen. Den Bericht hatte die CDU-Fraktion erbeten. Die Umsetzbarkeit und die Kosten von zwei Varianten wurden hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit und ihres Umfangs im Rahmen einer Konzeptstudie geprüft. Wie berichtet, unterscheiden sich die Varianten lediglich durch die Gestaltung des Außenbereichs.

Die Variante A umfasst ein Ganzjahresaußenbecken, während Variante B ein saisonales Freibadbecken sowie ein Kleinkindbecken beinhaltet. Der Beirat Vegesack hatte sich in seiner Sitzung im März für die Variante B und damit für das Freibad entschieden. Laut der Beschlussvorlage beläuft sich die aktuelle Kostenschätzung für die Variante A, also das Ganzjahresaußenbecken, auf rund 32,6 Millionen Euro netto. Für die Variante B mit Freibad werden Kosten in Höhe von rund 33,6 Millionen Euro netto erwartet.

In einer ersten Kostenschätzung für die Variante A aus dem Jahr 2019 lagen die Kosten bei rund 20,5 Millionen Euro. Sie sind somit um rund 12,1 Millionen Euro gestiegen. Die Kostenschätzung für die Variante B belief sich 2019 auf rund 23 Millionen Euro; demnach sind die Kosten für diese Variante rund 10,6 Millionen Euro höher als zunächst geschätzt.

Zum Zeitpunkt der ersten Kostenschätzung im Rahmen der Konzeptstudie lagen noch nicht alle erforderlichen Planungsdetails und Gutachten, beispielsweise zur Schadstoffsanierung und zum Baugrund vor, heißt es in der Beschlussvorlage. Die Kostensteigerung habe sich unter anderem durch veränderte Entwicklungen ergeben. So sei nun eine Sauna-Neukonzeption statt einer Sanierung geplant. Außerdem mussten zwei zusätzliche Schwimmbahnen, zusätzliche Trafoleistung, eine zusätzliche Schadstoffsanierung und zusätzliche Anforderungen bei der Regenwasserrückhaltung neu eingerechnet werden.

Ein Umbau im laufenden Betrieb, also in zwei Bauabschnitten wie es der Beirat Vegesack gefordert hat, würde ebenfalls zu Mehrkosten führen, die in der Berechnung bisher noch nicht berücksichtigt wurden, weil der Gesamtumfang der Baumaßnahme noch nicht feststeht. Eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung soll die Kostenfrage abschließend klären. Laut der Deputationsvorlage würde ein Teilumbau sowie die Sanierung in einem Bauabschnitt die Schließung des Freizeitbads für circa 24 Monate bedeuten. Für diesen Fall müssten Ausweichmöglichkeiten, beispielsweise für das Schulschwimmen, geprüft werden.

Auf der Tagesordnung der städtischen Sportdeputationssitzung stehen noch zwei weitere Nordbremer Themen. Die Deputierten werden unter anderem einen Sachstandsbericht zur Situation an der Sportanlage am Oeversberg bekommen. Darum hatte die FDP-Fraktion gebeten; ebenso um einen Bericht über den aktuellen Planungsstand des Schwimmbad-Projekts, das die Sportgemeinschaft Aumund-Vegesack auf dem BWK-Gelände in Blumenthal realisieren will.

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