Fußball-Landesliga „Husaren“-Sieg im Kellerduell

Auftakt nach Maß für Jan-Philipp Heine: Im ersten Pflichtspiel unter seinem neuen Spielertrainer kam Fußball-Landesligist SV Grohn zu einem 4:1 (1:0)-Heimerfolg gegen den TV Bremen Walle 1875.
17.02.2019, 19:49
Lesedauer: 2 Min
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Von Jens Pillnick

Lemwerder. Auftakt nach Maß für Jan-Philipp Heine: Im ersten Pflichtspiel unter seinem neuen Spielertrainer kam Fußball-Landesligist SV Grohn zu einem 4:1 (1:0)-Heimerfolg gegen den TV Bremen Walle 1875. Die „Husaren“ holten gestern auf dem schwer bespielbaren Platz am Oeversberg aber nicht nur drei Punkte im Kellerduell, sondern kletterten auch auf einen Nichtabstiegsplatz.

Der letzte Schliff, den Jan-Philipp Heine seiner Mannschaft in der abgelaufenen Woche verpasst hatte, war offenbar der Feinschliff. Denn nach einer Vorbereitung mit alles andere als berauschenden Ergebnissen und Testspielleistungen hatte er abschließend drei „sehr gute Trainingseinheiten“ registriert und das Wir-Gefühl mit einem abschließenden Mannschaftsabend beim Griechen (Heine: „Aber nicht hoch die Tassen“) gestärkt. Kurz vor dem Anpfiff sprach Heine bei seinem Pflichtspieldebüt als Spielertrainer dann von einem „guten Gefühl“ – und es erwies sich keineswegs als trügerisch.

Auch wenn es gerade im ersten Abschnitt wenig Konstruktives im Offensivspiel zu sehen gab, so herrschte doch Aufbruchstimmung. Jeder kämpfte für jeden und um jeden Zentimeter Boden. Die Viererkette mit Shahin Azimi, Fabian König, Jan-Philipp Heine und Firat Erkek verdiente sich diese Bezeichnung, Cansin Cetin gefiel in neuer Rolle als Aufbauspieler, Neuzugang Gezim Bullari (Vatan Spor) räumte im Mittelfeld ab und gefiel mit seiner Ballsicherheit wie Übersicht und vorne ging Ismail Zivoli weite Wege. Jan-Philipp Heine hatte eine Achse gebildet, mit der die „Husaren“ Gegentreffer eindämmen und nach vorne etwas bewegen können.

Zunächst bewegte aber der Gast die Grohner Abwehr. Mit hohem Tempo stießen die Waller immer wieder über den linken Flügel vor und kamen zu vielversprechenden Strafraumszenen. Doch das glänzend aufgelegte Innenverteidigerduo Heine/König, der aufmerksame Keeper Ismail Basat Ibrahimbas sowie das Glück des Tüchtigen verhinderten ein Gegentor im ersten Abschnitt. Einen Treffer bejubelten jedoch die „Husaren“ mit ihrer einzigen hochkarätigen Angriffsaktion. Gezim Bullari spielte dem durchstartenden Benjamin Samorski zentimetergenau in den Lauf, und der Mannschaftskapitän ließ den herausstürzenden Waller Keeper Sven Gätje keine Abwehrmöglichkeit: 1:0 nach elf Minuten.

Fünf Minuten nach der Pause stand der neue SV Grohn vor einem Charaktertest. Damian Kozak erzielte nach einer vorausgegangenen Parade von Ismail Basat Ibrahimbas per Abstauber den Ausgleich – und die Waller wollten mehr. „Wir spielen auf Sieg“, rief Trainer Ulfert Bitomsky seinen Schützlingen auf die Frage nach taktischen Veränderungen nach dem Ausgleichstreffer zu.

Wenig später zerstörten die Grohner die Siegesbestrebungen des Kontrahenten mit einem Doppelschlag. Erst erzielte Michael Busche nach einer Samorski-Flanke mit einer schönen Direktabnahme das 2:1 (53.), dann legte Gezim Bullari, für den Michael Busche per Kopf aufgelegt hatte, das 3:1 (55.) nach. Diese Führung verteidigten die „Husaren“ mit großer Leidenschaft. Ja mehr noch. Sie hatten Blut geleckt und zeigten jetzt auch schön angelegte Konter, von denen einer für die vierten Treffer sorgte. Der eingewechselte Dennis Magull schickte in der 86. Minute den zum Endstand vollstreckenden Benjamin Samorski auf die Reise.

„Das hat Jan-Philipp Heine gut hingekriegt“, atmete „Husaren“-Teamchef Torben Reiß beim Abpfiff durch und beobachtete anschließend, wie die Mannschaft nach einem Heine-Fazit im Kreis tanzte. Jetzt gilt es, dieses neue Wir-Gefühl so zu verfestigen, dass ihm auch Niederlagen nichts anhaben können. „Jeder hat um jeden Zentimeter gefightet. Wir haben uns den Sieg hart erarbeitet“, strahlte Jan-Philipp Heine. Nachdem die drei Punkte im Kampf um den Klassenerhalt eingesackt waren, gab es für den neuen Spielertrainer noch eine Belohnung: Einen Kuss von der Freundin.

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