Dart-Bundesliga Nord

Nord-Titel sicher, DM-Titel im Visier

Der DC Vegesack hat sich vorzeitig den Titelgewinn gesichert. Die beiden 7:5-Siege gegen Bochum und Berlin schraubten das Konto der Nordbremer am siebten der acht Spieltage auf uneinholbare 27:1 Punkte hoch.
08.04.2019, 14:32
Lesedauer: 3 Min
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Von Jens Pillnick
Nord-Titel sicher, DM-Titel im Visier

Michael Klönhammer vom DC Vegesack gewann beim Bundesliga-Heimspieltag gegen Bochum und Berlin beide Einzel und beide Doppel an der Seite von Renè Berndt beziehungsweise Robert Allenstein.

Christian Kosak

Vegesack. Der DC Vegesack hat sich beim Heimspieltag im „Nightfly“ in der Lindenstraße vorzeitig den Titelgewinn in der Dart-Bundesliga Nord gesichert. Die beiden 7:5-Siege gegen Bochum und Berlin schraubten das Konto der Nordbremer am siebten der acht Spieltage auf uneinholbare 27:1 Punkte hoch. Zum Staffelabschluss geht es für die Vegesacker jetzt nur noch darum, ob sie die Bundesliga-Serie ohne Niederlage überstehen. Die beiden letzten Gegner am 4. Mai sind allerdings dicke Brocken: Diedersen will Platz zwei verteidigen, der Tabellenfünfte Salzgitter noch gerne auf den Zug Richtung Endrunde aufspringen.

Die Endrunde in Walldorf (Baden-Württemberg) am Wochenende 25./26. Mai, an der die jeweils besten vier Teams der Nord- und der Südstaffel teilnehmen, ist schon jetzt das vorherrschende Thema. Dann geht es nach dem Qualifying in den Bundesliga-Staffeln in die K.-o.-Phase und der DC Vegesack wird als Titelverteidiger und siebenfacher deutscher Meister der Gejagte sein. „Wir müssen jeden schlagen“, ist es für Vegesacks Teamchef Detlef Dolinski nicht so entscheidend, als Staffelsieger die vermeintlich leichtere Startphase bei den „Deutschen“ zu haben. Für ihn ist es wichtig, die Leistungsstärke bis zur DM hochzuhalten, um beim Unternehmen Titelverteidigung bestmöglich vorbereitet zu sein.

Der jüngste Spieltag war ein Paradebeispiel dafür, was den DC Vegesack auch in dieser Saison auszeichnet. Obwohl mit Alexander Patz, Torsten Wöhlk, Raoul Kanitz, Olaf Tupuschis und dem kurzfristig ausgefallenen Tomas „Shorty“ Seyler fünf Kräfte fehlten, die durchaus in der ersten Acht hätten stehen können, gewannen die Nordbremer zweimal und demonstrierten ihre große Breite im Kader. Und ihre Nervenstärke, denn schließlich stand es in beiden Partien nach den Einzeln 4:4. Seyler hatte den Weg ins „Nightfly“ nicht angetreten, weil er in der Nacht vor dem Punktspiel Opa geworden war. Wieder dabei war Andree Welge, der rund zwei Monate wegen einer Fingerverletzung (die Kuppe des rechten Zeigefingers war halb abgerissen) pausiert hatte.

Gut möglich, dass der DC Vegesack auch am letzten Bundesliga-Spieltag die Breite seines Kaders wegen beruflicher oder privater Unabkömmlichkeiten ausschöpfen muss. Bei der Endrunde in Walldorf wird das nach derzeitigem Stand der Dinge aber nicht der Fall sein. „Da werden alle dabei sein“, hat Teamchef Detlef Dolinski bereits entsprechende Signale erhalten.

DC Vegesack – 1. DSC Bochum 7:5: Auch wenn die ohne ihren Topspieler Kevin Münch angereisten Bochumer die obere Hälfte in den acht Einzeln stark gemacht hatte, war der 0:4-Rückstand für die Vegesacker ein ordentlicher Tritt ans Schienbein. Ein stückweit war das 0:4 unnötig, denn gerade Sefik Gergin und Robert Allenstein hatten bei ihren 2:3-Niederlagen gute Siegchancen. Lars Erkelenz und Volker Kampmann verloren jeweils mit 1:3. Doch offenbar trugen die Vegesacker Schienbeinschützer unter ihren schwarzen Hosen. Christian Bober (eine 180) und der konstant stark spielende Michael Klönhammer (113er-Finish und zwei Shortlegs) brachten nun ihrerseits 3:2-Siege nach Hause, außerdem punkteten Andree Welge und René Berndt zum 4:4-Zwischenstand vor den Doppeln.

Nach den ersten beiden Doppeln hatte Vegesack das Remis bereits sicher. Berndt/Bober gingen über fünf Sätze, Allenstein/Klönhammer machten kurzen Prozess. Den siegbringenden siebten Punkt legten Rene Länder und der mit einem 112er-Finish aufwartende Andree Welge nach. Das 0:3 von Bernd Buchal und Gerd Patzel ließ sich somit leicht verkraften. „Nach dem 4:0 hatten die Bochumer ihr Pulver verschossen. Wir haben uns nicht aus der Ruhe bringen lassen“, stellte Vegesacks Teamchef Detlef Dolinski fest.

DC Vegesack – The Vikings DC Berlin 7:5: Zwar stand es nach den Einzeln erneut 4:4, doch der Verlauf war ein ganz anderer und glich einem Kopf-an-Kopf-Rennen. Lars Erkelenz verlor mit 2:3, Robert Allenstein holte bei seinem 3:0-Sieg eine 180 raus – 1:1. Andi Klittmann unterlag trotz zweier Shortlegs und einem 105er-Finish mit 2:3, Andree Welge traf erstklassig auf die Double und steuerte ein 3:0 zum 2:2-Zwischenstand bei. „Könnte besser sein, Hauptsache gewonnen.“ Diese Aussage von Welge klang nach Understatement. Für Christian Bober war gegen Berlins Ass Benny Sensenschmitt (eine 180 und zwei Highfinishs, 100 und 130) kein Kraut gewachsen (0:3), Rene Länder holte dafür mit seinem 3:0 den Punkt zum 3:3-Gesamtstand. Natürlich remis endete auch die letzte Einzelrunde: René Berndt patzte gegen Berlins Basti Waller 2:3, Michael Klönhammer gewann 3:1.

Und wieder setzte Vegesack den Gegner in den ersten beiden Doppeln unter Druck und machte aus dem 4:4 ein 6:4. Rene Länder hatte im Zusammenspiel mit Andree Welge ein feines Händchen und setzte beim 3:1 ein 124er-Finish, Patzel/Allenstein waren ebenfalls nach vier Legs durch. Berndt (eine 180)/Klönhammer sackten mit einem schnellen 3:0 Punkt Nummer sieben ein, die 2:3-Niederlage von Krießmann (111er-Highfinish/Klittmann fiel damit nicht mehr ins Gewicht. Der letzte Bundesliga-Spieltag wird am Sonnabend, 4. Mai, ausgetragen, drei Wochen später geht es für den DC Vegesack dann um die Titelverteidigung bei der Endrunde.

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