Beirat Vegesack

Vegesacker Beirat tagt wieder in Präsenz

Am kommenden Montag findet die Sitzung des Vegesacker Beirates erstmals wieder in Präsenz statt. Zusätzlich werden die Beratungen allerdings auch im Internet übertragen.
17.09.2021, 13:00
Lesedauer: 2 Min
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Vegesacker Beirat tagt wieder in Präsenz
Von Aljoscha-Marcello Dohme

Pandemiebedingt hat der Vegesacker Beirat in den vergangenen Monaten virtuell getagt. Doch nun kehrt das Gremium zurück in den Sitzungssaal. Am kommenden Montag steht die erste Zusammenkunft in Präsenz an. Trotzdem bietet sich den Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, den Beratungen auch von zu Hause aus beizuwohnen. Denn das Ortsamt überträgt die Sitzung live im Internet.

"Die Plätze, die wir im Sitzungssaal vergeben können, sind zahlenmäßig begrenzt", sagt Vegesacks Ortsamtsleiter Heiko Dornstedt. "Durch die Übertragung im Internet können wir es der interessierten Öffentlichkeit ermöglichen, die Sitzung von zu Hause aus zu verfolgen, aus welchen Gründen auch immer sie die Beratungen nicht in Präsenz begleiten können." Dafür würden mehrere Kameras aufgebaut werden, die das Geschehen aus verschiedenen Blickwinkeln übertragen werden. Die technische Umsetzung übernehme ein Dienstleister, der auch für den Livestream der Bürgerschaftssitzungen verantwortlich sei.

Inhaltlich wird es am Montagabend unter anderem um den Bauantrag für die Villa Schröder gehen. Wie berichtet, will der Projektentwickler M-Projekt mehrere Wohneinheiten in der Neorenaissance-Villa errichten. Außerdem soll ein Neubau an das historische Gebäude angeschlossen werden. Dafür müsste allerdings der vorhandene Anbau abgerissen werden. Der Vorteil dabei sei, so M-Projekt, dass die Villa über den Neubau barrierefrei erschlossen werden könnte.

Das Landesamt für Denkmalpflege habe den Planungen zugestimmt. Das Problem bei solchen Anwesen sei, dass heutzutage keine angemessene Nutzung mehr dafür zu finden sei. "Deswegen sind wir auch darauf angewiesen, dass man neue Wege findet für diese Immobilien", sagte Landesdenkmalpfleger Georg Skalecki im Januar dieses Jahres im Beirat Vegesack. Leerstand sei für ein Haus keine Option, es müsse genutzt werden, so der Landesdenkmalpfleger.

Dennoch gibt es viel Kritik an den Plänen, unter anderem von Anwohnern der Weserstraße. Sie haben Widerspruch gegen das Vorhaben eingelegt und monieren, dass ein unter Denkmalschutz stehender Gebäudeteil abgerissen werde und der Neubau die zulässige Geschossigkeit und die zur Bebauung freigegebene Grundfläche gemäß Bebauungsplan 909 überschreite.

Ebenfalls auf der Tagesordnung steht die geplante Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes. Wie berichtet, sollen dabei unter anderem die Haltepositionen der Busse verändert werden. Derzeit benötigt die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) gut 15 Stellplätze. Denkbar wäre etwa, dass die Busse künftig nur noch zum Ein- und Aussteigen am Bahnhof halten. Die übrigen Fahrzeuge, die dort pausieren, könnten in der direkten Umgebung stehen. Dadurch könnten Aue und Hafen besser miteinander verbunden werden, wovon das Quartier letztlich profitieren würde, so das Bauamt Bremen-Nord.

Info

Der Vegesacker Beirat kommt am Montag, 20. September, zu seiner nächsten Sitzung zusammen. Die Beratungen finden in Präsenz statt, werden aber zusätzlich auch im Internet übertragen. Der Livestream findet sich unter www.ortsamt-vegesack.bremen.de. Sitzungsbeginn ist um 18.30 Uhr.

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