Kita-Versorgung in Vegesack Mehr Kitaplätze in Vegesack

Zum 1. Januar dieses Jahres gab es in Vegesack gut 1500 Betreuungsplätze für Kinder in Vegesack. Bis Ende kommenden Jahres sollen weitere 600 dazukommen. Ob damit alle Kinder versorgt sind, ist noch offen.
22.03.2021, 07:00
Lesedauer: 3 Min
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Mehr Kitaplätze in Vegesack
Von Aljoscha-Marcello Dohme

Aktuell stehen in Vegesack rund 1500 Betreuungsplätze für Kinder zur Verfügung. Sie verteilen sich sowohl auf den Krippen- und Elementarbereich als auch auf die Nachmittagsbetreuung von Schulkindern. Bis Ende des kommenden Jahres sollen weitere 600 Plätze dazukommen. Doch ob dann alle Kinder im Stadtteil versorgt sind, steht noch nicht fest.

Allein in diesem Jahr sollen in Vegesack 65 Plätze im Krippen- und 180 im Elementarbereich entstehen. Das erfuhr der Vegesacker Beirat in dieser Woche von Marleen Pauluhn, die bei der Senatorin für Kinder und Bildung für den Bereich Kitaausbauplanung zuständig ist. In der Kita auf dem Gelände der Jacobs University sei bereits in diesem Monat eine weitere Elementargruppe mit 20 Plätzen eröffnet worden. „Dadurch konnten wir erreichen, dass die Krippenkinder der Einrichtung einen nahtlosen Übergang in den Elementarbereich hatten“, so Pauluhn. Für Mai sei die Eröffnung der Kita Dobbheide vorgesehen, in der 20 Kinder im Krippen- und 60 im Elementarbereich betreut würden.

Außerdem sollen im Kinder- und Familienzentrum Flintacker fünf zusätzliche Krippenplätze geschaffen werden. „Dort wird eine Elementargruppe in eine alterserweiterte Gruppe umgewandelt. Dadurch schaffen wir an der Stelle mehr Krippenplätze“, so die Behördenvertreterin.

Weitere zehn Krippen- und 20 Elementarplätze sind in der Kita Grown an der Friedrich-Humbert-Straße entstanden. Platz hätten dort eigentlich doppelt so viele Kinder. Doch bis die übrigen Gruppen eröffnen können, wird es noch einige Monate dauern. „Die Personalgewinnung hat sich in der Einrichtung etwas schwierig gestaltet, sodass die letzten zwei Gruppen voraussichtlich im August erst starten werden“, sagte Pauluhn.

Im November soll die Kita an der Alten Hafenstraße eröffnet werden, in der insgesamt 130 Kinder (30 im Krippen- und 100 im Elementarbereich) betreut werden sollen. „Familien haben bereits unter Vorbehalt eine Zusage für einen Kitaplatz in dieser Einrichtung bekommen“, sagte die Behördenvertreterin.

Für das kommende Jahr rechnet das Ressort mit weiteren 370 Plätzen in Vegesack. Entstehen sollen die im Kinder- und Familienzentrum Fährer Flur, im DRK Kinderhaus Aumund, in der Kita am Stadtquartier Zum Alten Speicher sowie in der Kita Arend-Klauke-Straße. „Darüber hinaus werden sich Standorte, die wir in Vegesack bereits haben, beständig weiterentwickeln“ sagte Pauluhn.

Zum 1. Januar dieses Jahres registrierte die Behörde in Vegesack gut 1500 Betreuungsplätze. Davon entfallen rund 300 auf den Krippen- und 950 auf den Elementarbereich. „279 Plätze stehen für die Nachmittagsbetreuung von Schulkindern im Stadtteil zur Verfügung“, sagte Pauluhn.

Wie viele Anmeldungen dem allerdings gegenüberstehen, konnte die Behördenvertreterin dem Beirat noch nicht sagen. „Für diese Zahlen liegt noch keine Freigabe vor, da die zuerst in der Deputation besprochen werden sollen“, so Pauluhn.

Kritik dafür gab es unter anderem von Eyfer Tunc (CDU). „Es wäre interessant zu wissen, wie viele Kinder angemeldet wurden und wie viele nach wie vor nicht versorgt sind“, sagte sie. Diese Ansicht teilte auch Vegesacks Ortsamtsleiter Heiko Dornstedt. „Die zusätzlich geschaffenen Plätze hören sich zunächst gut an. Nur wenn man nicht weiß, wie viele Kinder dem gegenüberstehen, die einen Platz benötigen, hilft einem das kaum weiter“, so Dornstedt. Marleen Pauluhn sicherte dem Beirat zu, die Statistik umgehend nach der Freigabe zu veröffentlichen. Dies sei voraussichtlich in den kommenden Tagen der Fall, so die Behördenvertreterin.

Aus diesem Grund hat der Beirat zunächst keine Stellungnahme abgegeben und das Thema an den zuständigen Ausschuss für Bildung, Kinder, Jugendlichen und deren Familien verwiesen. Weil dann auch die Anmelde-Statistik zur Verfügung stehe, könne das Gremium beide Auswertungen miteinander vergleichen und die vorgelegten Zahlen entsprechend beurteilen, so Heiko Dornstedt.

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