Spielplatz-Sanierung Das nächste Großspielgerät ist in Arbeit

Walles städtische Spielplätze sind in die Jahre gekommen und müssen saniert werden. Aber wo anfangen? Stephanie Jaeger vom Fachdienst Spielraumförderung hat alles im Blick und ein System.
11.03.2021, 05:00
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Das nächste Großspielgerät ist in Arbeit
Von Anne Gerling

Walle. Schaukeln, wippen, klettern, matschen und bauen: In Walle haben Familien die Wahl zwischen zwölf öffentlichen Spielplätzen mit einer Gesamtfläche von fast 29.150 Quadratmetern und unterschiedlichen Angeboten.

Die Frau, die sämtliche dieser Spielplätze und jedes einzelne Spielgerät darauf aus dem Effeff kennt, hat kürzlich dem Sozialausschuss des Waller Beirats einen Besuch abgestattet, um einen Einblick in ihre aktuellen Planungen zu geben: Stephanie Jaeger vom Fachdienst Spielraumförderung im Amt für Soziale Dienste kümmert sich seit 2017 um Pflege und Unterhaltung der städtischen Spielplätze in Findorff, Walle und Gröpelingen. Sie sorgt dabei auch dafür, dass Mädchen und Jungen auf den verschiedenen Plätzen möglichst unterschiedliche Geräte und Spielmöglichkeiten ausprobieren können.

Viele Anlagen sind allerdings mittlerweile so stark in die Jahre gekommen, dass dort Spielgeräte ausgetauscht werden müssen oder andere Reparaturen wie Pflasterarbeiten oder Einfriedungen fällig sind. „Nach und nach nehmen wir uns die Plätze nun vor“, so Jaeger. Denn auch wenn das vom Sozialressort bereitgestellte Jahresbudget für Reparaturen und Sanierungen in den vergangenen Jahren erhöht worden ist, so würde die zeitgleiche Sanierung aller Anlagen den Rahmen definitiv sprengen.

Deshalb ist System gefragt, wie Jaeger sagt: „Man muss das zusammen denken. Es wird sich immer ein großes Projekt rausgesucht, es finden aber auch auf allen Plätzen Investitionen statt.“

So war zunächst nach einem im August 2016 beschlossenen Spielplatz-Sofortprogramm 2017 und 2018 der größte Spielplatz im Stadtteil wieder hergerichtet worden: Der gut 7000 Quadratmeter große „Penny-Spielplatz“ an der Bürgermeister-Hildebrand-Straße im Utbremer Grün, wo es seitdem eine Seilbahn und Kunststoffbelag auf dem Bolzplatz gibt. Allein in die Ballspielfläche flossen etwa 90.000 Euro.

Von 2018 bis 2020 wurden außerdem auf dem Spielplatz an der Ritter-Raschen-Straße Reparaturen durchgeführt und Hölzer erneuert, so Jaeger: „Ein sehr, sehr schöner naturnaher Spielplatz mit viel Holz, viel Grün und einer tollen Boden-Modellierung.“

Und auch beim Spielplatz Waller Wied wurden Spielgeräte ausgetauscht und die Hang-Befestigung erneuert. Denn über das Budget werden nicht nur Spielgeräte finanziert, sondern auch alle anderen Instandhaltungsarbeiten auf den Flächen.

Das ist auch bei Jaegers aktuellem Projekt der Fall: Der Spielplatz an der Columbusstraße – mit fast 5500 Quadratmetern der zweitgrößte im Stadtteil – wird in diesem und dem kommenden Jahr für gut 83.000 Euro umgestaltet. Zum Glück steuerte die Gofus-Stiftung 10.000 Euro bei, denn allein die Kampfmittelsondierung schlug hier mit 31.000 Euro zu Buche.

Immerhin hatten sich aber die Planer im Oktober 2019 noch mit Kindern aus der Nachbarschaft auf dem Platz treffen und Ideen sammeln können, was diese sich dort konkret wünschen. Auf dieser Grundlage ist ein neues Großspielgerät für Kinder von drei bis 14 Jahre konstruiert worden, das neben Kletter-Möglichkeiten auch eine Hangelbrücke hat. Dieses Gerät wird Jaeger zufolge aktuell gebaut und soll nach Verzögerungen durch Corona und den Schnee im Februar nun hoffentlich im April auf dem Platz stehen: „Und die alte Schaukel wird gegen eine Wikinger-Schaukel ausgetauscht – solch eine Tampen-Schaukel haben wir in Walle noch nicht, sie ist sehr beliebt.“

Eine neue Nestschaukel hat schon seit 2020 der kleine Spielplatz an der Derfflinger Straße, auf dem nun weitere Maßnahmen anstehen. So muss dort der Sand erneuert und ein marodes Spielgerät mit Rutsche ausgetauscht werden. Etwa 50.000 Euro sind dafür veranschlagt worden, ein Entwurf ist in Arbeit. Die besondere Herausforderung dort: Die sehr beliebte Seilpyramide nimmt ziemlich viel Raum ein und die Spielgeräte stehen teilweise auf dem Dach eines alten Bunkers: „Da ist man sehr eingeschränkt.“

Bis 2022 ist Jaeger zufolge der Spielplatz an der Johann-Bornemacher-Straße dran, wo schon ein neuer Kleinkind-Spielturm steht und noch ein großes Spielgerät ausgetauscht werden soll.

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