Straßen-Umbau

Leiser und langsamer

Der Steffensweg wird Teil der Fahrrad-Premiumroute und zwischen Hansestraße und Bremerhavener Straße nach einer anstehenden Kanalsanierung anders gestaltet. Den Entwurf dazu hat nun die Ortspolitik befürwortet.
01.03.2021, 05:00
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Leiser und langsamer
Von Anne Gerling

Der Steffensweg wird sich in den kommenden Jahren verändern und unter anderem ein Teil der Fahrrad-Premiumroute D.15 von Bremen-Nord nach Hemelingen werden. Im Amt für Straßen und Verkehr (ASV) laufen Planungen zur Umgestaltung der Straße. Was für den Abschnitt zwischen Hansestraße und Bremerhavener Straße vorgesehen ist, der in gut einem Jahr wegen Kanalarbeiten aufgerissen wird und anschließend neu gestaltet werden kann, hat im Zuge der Träger-Beteiligung Diplom-Ingenieurin Meike Jäckel dem Verkehrsausschuss des Waller Beirats vorgestellt.

Demnach wird es in diesem Abschnitt zukünftig langsamer und leiser zugehen, denn dort soll grundsätzlich Tempo 30 gelten und die Straße baulich auch weniger als bisher zu höheren Geschwindigkeiten verleiten. Dafür wird die – dann asphaltierte und nicht mehr gepflasterte – Fahrbahn an mehreren Stellen verschwenkt und außerdem von jetzt gut neun auf dann nur noch 6,50 Meter verengt. An vier barrierefreien Querungsstellen wird es sogar noch etwas enger, etwa in Höhe Karl-Peters-Straße.

Insgesamt wird es Jäckel zufolge etwa alle 100 Meter eine barrierefreie Querung geben. Dafür werden zusätzlich zu den vorhandenen Ampelübergängen acht weitere sogenannte nicht signalisierte Querungen eingerichtet: In Höhe Johann-Bornemacher-Straße im Bereich der Haltestelle, an der Erasmusstraße zur besseren Erreichbarkeit des Supermarkts, in Höhe Thüringer Straße, zwischen Söderblom- und Stephanstraße, zwischen Stephanstraße und Am Syndikushof sowie zwischen Grenzstraße und Barnstorfer Platz und in Höhe Karl-Peters-Straße.

Der Radweg bleibt an seiner gewohnten Stelle – in Richtung stadtauswärts auf der rechten Seite – und wird so angelegt, dass es überall ausreichend Abstand zu parkenden Autos gibt. In einigen Bereichen, in denen heute Fahrzeuge auf dem Radweg aufgesetzt parken, wird ein Hochbord dies zukünftig verhindern und Parken nur noch auf der anderen Straßenseite möglich sein. Die Einmündungen zu den Seitenstraßen wiederum werden mit Ausnahme von Elisabethstraße, Grenzstraße und St.-Magnus-Straße hochgepflastert, womit der Vorrang von Rad- und Fußverkehr auf dem Steffensweg baulich angezeigt wird.

Im Zuge ihrer Planung hat Meike Jäckel nicht nur Bestimmungen zur Breite von Fahrbahnen, Fuß- und Radwegen sowie die vom Beirat an sie herangetragenen Wünsche berücksichtigt, sondern sich auch den Baumbestand am Steffensweg genau angeschaut. So wird wegen der alten Bäume im Bereich St.-Magnus-Straße / Barnstorfer Platz der vorhandene Radweg in seiner bisherigen Breite bleiben. Sieben Bäume an anderen Stellen müssen weichen, Standorte für mindestens zwölf Nachpflanzungen stehen aber schon fest, so Jäckel: „Und vier weitere werden geprüft.“

Bei einer Enthaltung befand der Fachausschuss, der den Straßenumbau ausdrücklich begrüßt, die Planung für gut. „Der Planungsprozess war sehr transparent, und es gab die Möglichkeit für den Beirat, da mitzumachen“, lobte Karsten Seidel (Grüne), der sich ausdrücklich dafür bedankte, dass auch Ergebnisse aus dem Workshop „Walle Central“ eingearbeitet wurden. So werden etwa Pkw-Stellplätze durch Fahrradabstellplätze ersetzt und die Wegebeziehungen im Quartier für Fahrradfahrer und mobilitätseingeschränkte Personen besser verknüpft.
Die Steffensweg-Teilstücke zwischen Bremerhavener Straße und Waller Ring sowie über die Lange Reihe bis zur Waller Heerstraße sind in Planung, dort wird es zur Einrichtung der Fahrradstraße einige notwendige Änderungen geben.

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