Kommentar

Unhaltbarer Zustand auf dem Bremer Wohnungsmarkt

Bremen braucht mehr bezahlbaren Wohnraum, ohne Wenn und Aber. Und deshalb muss der Wohnungsbau ein Top-Thema der Politik sein, und zwar zum Wohle aller, schreibt Marc Hagedorn.
12.03.2019, 21:11
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Unhaltbarer Zustand auf dem Bremer Wohnungsmarkt
Von Marc Hagedorn
Unhaltbarer Zustand auf dem Bremer Wohnungsmarkt

Bremen braucht mehr bezahlbaren Wohnraum, ohne Wenn und Aber.

Bernd von Jutrczenka/dpa

Man mag von der Rhetorik und dem Vokabular halten, was man will, wenn Kritiker über das Thema fehlende Wohnungen in der Stadt sprechen. Da ist schnell die Rede von „Mietenwahnsinn“ und „Bodenspekulationen“ und davon, dass Wohnungsnot System habe, weil es ein „profitables Geschäft“ sei. Der Weg zur Generalabrechnung mit den herrschenden Zuständen und zur schäumenden Systemkritik ist bei dieser Wortwahl oft nicht sehr weit.

Aber im Kern haben die Kritiker recht. Wenn es um bezahlbaren Wohnraum in Bremen geht, betrifft das längst nicht mehr nur eine Klientel ohne starke Lobby, wie Obdachlose, Geflüchtete, Alte oder Arbeitslose. Tatsächlich ist das Thema in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Wohnungen fehlen auch für Studierende, Auszubildende, Alleinerziehende und junge Familien.

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Für eine Stadt wie Bremen ist das ein unhaltbarer Zustand, wenn sie attraktiv, modern und zukunftsfähig sein will. Bremen braucht mehr bezahlbaren Wohnraum, ohne Wenn und Aber. Und deshalb muss der Wohnungsbau ein Top-Thema der Politik sein, und zwar zum Wohle aller: der Schwachen und der künftigen Leistungsträger dieser Gesellschaft.

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