Bremer Innenstadt

Verkehrsversuche für die Martinistraße

Die Martinistraße in der Bremer Innenstadt soll umgestaltet werden. In drei Verkehrsversuchen sollen ab Sommer verschiedene Szenarien durchgespielt werden: Von Einbahnstraße bis Vollsperrung.
12.03.2021, 05:00
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Verkehrsversuche für die Martinistraße
Von Pascal Faltermann
Verkehrsversuche für die Martinistraße

So könnte die Martinistraße nach der Umgestaltung aussehen.

Verkehrsbehörde

Ab dem Sommer 2021 bis zum Sommer 2022 soll die Martinistraße in der Innenstadt provisorisch umgestaltete werden. In drei Versuchen sollen verschiedene Szenarien für den Verkehr erprobt und ausgewertet werden. Diesen Plan stellte Gunnar Polzin, Leiter der Verkehrsabteilung im Bremer Mobilitätsressort, in der Sitzung der Verkehrsdeputation am Donnerstag vor.

Geprüft werden sollen drei Varianten auf der Durchgangsstraße: Zum einen der Rückbau von vier auf zwei Spuren für den Autoverkehr. Als Zweites wird die 800 Meter lange Verbindung zwischen Brill und Tiefer zur Einbahnstraße. Autos sollen dann nur in Richtung Brill fahren können – der Autoverkehr und die Trennwirkung dadurch halbiert werden. Als Drittes wird die Durchgangsstraße neben dem Rückbau komplett für den Verkehr gesperrt. Zumindest an Aktionswochenenden soll das passieren. Zu genauen Zeitpunkten machte Verkehrsplaner Polzin keine Angaben. Die Verkehrsversuche sollen dann bis Mai 2022 ausgewertet werden. Die Erreichbarkeit der Parkhäuser und das Beliefern von Anliegern soll den ganzen Zeitraum über sichergestellt werden.

Die Umgestaltung der Martinistraße ist eine von vielen Maßnahmen aus dem „Aktionsprogramm Innenstadt“, welches die Aufenthalts- und Erlebnisqualität in der Bremer City verbessern soll. Verkehrssenatorin Maike Schaefer (Grüne) bezeichnet die Ideen für die Martinistraße als eines der „Schlüsselprojekte“, auch für die angestrebte Verkehrswende. Ziel soll es sein, dass die Verkehrsschneise ein temporär erlebbarer, umgestalteter Stadtraum wird. In der angestrebten autofreien Innenstadt sollen neue Wege und Verkehrsbeziehungen entstehen.

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