Kommentar zum neuen Mahnmal-Vorschlag Vorstoß zum Mahnmal kommt zu spät

Aus künstlerischer Sicht ist der Vorstoß der Initiatoren, erneut über den Standort des Mahnmals zu sprechen, verständlich. Er kommt aber zum jetzigen Zeitpunkt zu spät, meint Nina Willborn.
29.04.2019, 21:09
Lesedauer: 1 Min
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Vorstoß zum Mahnmal kommt zu spät
Von Nina Willborn

Die Geschichte des Mahnmals zur Erinnerung an die Enteignung jüdischen Eigentums ist schon jetzt keine, mit der sich Bremen für eine gute Erinnerungskultur brüsten könnte. Zu lange dauerten die Diskussionen und dann auch der Zwist zwischen SPD und Grünen um den Standort, bis man sich Anfang 2017 endlich irgendwie auf die Schlachte-Stufen als Kompromiss geeinigt hatte.

Inzwischen sind die Planungen für die Umsetzung zumindest angelaufen. Und jetzt soll doch wieder über einen möglicherweise besseren Standort diskutiert werden? Ja, inhaltlich ist vor allem der Wunsch der Künstlerin, ihren Entwurf möglichst originalgetreu umgesetzt zu sehen, verständlich. Dass das Mahnmal an der Tiefer aber tatsächlich günstiger wäre und schneller gebaut werden könnte, sind erst mal nur Vermutungen.

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Um sie zu bestätigen oder zu widerlegen jetzt den gesamten Mahnmal-Fahrplan über den Haufen zu werfen und von vorne zu beginnen, wäre kein gutes Signal. Es wäre stattdessen ein weiteres Zeichen dafür, wie Bremen schon zu lange mit dem gesamten Mahnmal-Thema umgegangen ist, nämlich nach dem Motto: reden statt bauen.

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