Gespräch der Bremer Taskforce Stundung von Hafengebühren soll ermöglicht werden

Wegen der Corona-Krise und ihrer wirtschaftlichen Auswirkungen will Häfensenatorin Claudia Schilling (SPD) die Stundung von Hafengebühren ermöglichen.
09.04.2020, 13:46
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Stundung von Hafengebühren soll ermöglicht werden
Von Peter Hanuschke

Wie fast alle Branchen sind auch die bremischen Häfen von der Corona-Krise betroffen. Um die Hafennutzer in dieser herausfordernden Zeit zu unterstützen, sollen neben den bereits beschlossenen Stundungsmöglichkeiten bei Miet-, Pacht- und Erbbauzinszahlungen auch die Hafengebühren gestundet werden können. Das gab die Häfensenatorin Claudia Schilling (SPD) in der zweiten Telefonkonferenz der Taskforce „Bremische Häfen“ bekannt. Die Taskforce hat sich zur Bewältigung der Krise gebildet und besteht aus Vertretern der Hafen- und Logistikwirtschaft im Land Bremen sowie regionalen und nationalen Verbänden.

„Wir prüfen derzeit sehr genau, wie wir die Hafenwirtschaft in dieser schwierigen Phase unterstützen können", sagte Schilling. "Die Stundung von Hafengebühren wollen wir zunächst für die Monate von April bis Juni als Sofortmaßnahme anbieten." Eine Verlängerung der Stundungsmöglichkeit um weitere drei Monate sei jedoch möglich.

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Die Hafengebühren werden nach der Größe beziehungsweise nach der Bruttoraumzahl des Schiffes berechnet. So liegt die Hafengebühr beispielsweise für ein Containerschiff wie die „Marstal Maersk“ der Triple-E-Klasse der dänischen Reederei Mærsk Line, die regelmäßig auch Bremerhaven anlaufen, bei etwa 47 000 Euro. Die „Marstal Maersk“ hat eine Bruttoraumzahl von rund 194 000. „Den Antrag zur Stundung der Hafengebühren können die Reedereien relativ formlos bei der stadtbremischen Hafengesellschaft Bremenports stellen, indem sie auf die schwierige wirtschaftliche Situation in der Corona-Krise Bezug nehmen“, so Sebastian Rösener, Sprecher der Häfensenatorin.

Als weitere Maßnahme will die Senatorin auf die anstehende Erhöhung der Erbbauzinsen, die dieses Jahr fällig geworden wäre, verzichten und die entsprechenden Beschlussvorschläge in die politischen Gremien tragen. „Die Häfen sind der Motor der Wirtschaft im Land Bremen, wovon jeder fünfte Arbeitsplatz abhängt", so Schilling. Auch in dieser Phase seien die bremischen Häfen offen und für die Reedereien erreichbar.

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