USA stärkster Handelspartner Senatorin stellt Häfenbilanz für Bremen und Bremerhaven vor

Der Gesamtgüterumschlag der Häfen in Bremen und Bremerhaven ist zurückgegangen, liegt aber noch immer auf hohem Niveau. Das geht aus dem Hafenspiegel für 2019 hervor, den Senatorin Schilling veröffentlicht hat.
06.04.2020, 20:38
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Senatorin stellt Häfenbilanz für Bremen und Bremerhaven vor
Von Peter Hanuschke

Der Gesamtgüterumschlag im vergangenen Jahr hat in den bremischen Häfen knapp die 70-Millionen-Marke verfehlt. Das geht aus dem Hafenspiegel hervor, den Häfensenatorin Claudia Schilling (SPD) am Montag präsentierte. Das gab es zuletzt 2010. 2018 lag der Gesamtgüterumschlag noch bei 74 Millionen Tonnen. Allerdings liegt der Umschlag immer noch auf einem hohem Niveau – gerade im Vergleich zu noch früheren Jahren: 1970 waren es nur 23 Millionen Tonnen, 1990 etwa 30 Millionen Tonnen. Für die Steigerungen haben die Hafenanlagen in Bremerhaven gesorgt: 1970 gingen dort erst 7,7 Millionen Tonnen über die Kaimauer. Mit verschiedenen Ausbaustufen der Hafenanlagen ging auch der Umschlag in der Seestadt in die Höhe: 2019 lag der bei 57,2 Millionen Tonnen.

„Die Zahlen machen deutlich, dass der Hafen für die Wirtschaft unseres Bundeslandes kontinuierlich an Bedeutung gewonnen hat“, so Schilling. Schon seit ein paar Jahre hänge auch jeder fünfte Arbeitsplatz im Land Bremen von den Häfen ab. „Deshalb bleibt es gerade in diesen Zeiten eine zentrale Aufgabe, unsere Hafenanlagen durch den bedarfsgerechten Ausbau der Infrastruktur wettbewerbsfähig zu halten.“ Bremenports-Geschäftsführer Robert Howe sagte: Die Qualität der Infrastruktur sorge für „herausragende Produktivität“ in den Häfen. „Auch in Krisenzeiten gewährleisten wir der Schifffahrt einen schnellen und sicheren Umschlag.“

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Insgesamt 6650 Schiffe haben im vergangenen Jahr die Zwillingshäfen in Bremen und Bremerhaven angelaufen. Mit 57 Prozent stellten Containerschiffe den größten Anteil dar, gefolgt von den Autotransportern mit 29 Prozent. Die 130 Kreuzfahrtschiffe, die das Kreuzfahrtterminal angelaufen haben, machen drei Prozent des Schiffsverkehrs aus.

Die USA waren 2019 wie in den Vorjahren stärkster Handelspartner der bremischen Häfen. 6,5 Millionen Tonnen wurden in die USA exportiert. Damit liegen die USA deutlich vor China mit 3,1 Millionen Tonnen und Mexiko (1,7 Millionen Tonnen). Das aus der EU ausscheidende Großbritannien liegt beim Export auf Platz zwölf (900.000 Tonnen) und beim Import lediglich auf Platz 20 (461.000 Tonnen).

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