Einzelhandelsumsatz nach Weihnachten

Geschäft nach dem Fest ist gut angelaufen

Bremen. Nach leicht rückläufigen Weihnachtsumsätzen ist der Bremer Einzelhandel mit dem Start des Geschäfts "zwischen den Jahren" zufrieden. Urlaubstage und Geldgeschenke zum Fest locken viele Kunden in die Geschäfte.
28.12.2011, 10:16
Lesedauer: 2 Min
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Von Thomas Joppig

Bremen. Nach leicht rückläufigen Weihnachtsumsätzen ist der Bremer Einzelhandel mit dem Start des Geschäfts "zwischen den Jahren" zufrieden. Urlaubstage und Geldgeschenke zum Fest locken viele Kunden in die Geschäfte.

Der erste Tag nach dem Weihnachtsfest sei für den Bremer Einzelhandel zufriedenstellend verlaufen, sagte Wolfgang Brakhane, Geschäftsführer des Einzelhandelsverbands Nordsee, auf Nachfrage von WESER-KURIER Online. Auch beim Umtausch unbeliebter Geschenke habe es aus Sicht des Einzelhandels keine Reibereien gegeben.

In diesen Tagen hoffen die Einzelhändler darauf, dass möglichst viele Kunden Geld ausgeben, das sie zu Weihnachten geschenkt bekommen haben. „Für den Einzelhandel gehören auch die Tage nach dem Fest noch zum Weihnachtsgeschäft“, sagt Brakhane. Schließlich seien etwa 20 bis 25 Prozent der Weihnachtsgeschenke mittlerweile entweder Bargeld oder Gutscheine.

Umsätze leicht rückläufig

Auf das Weihnachtsgeschäft vordem Fest blickt der Einzelhandelsvertreter zufrieden, aber nicht euphorisch zurück. „Gegenüber den sehr guten Zahlen des Vorjahres ist der Umsatz diesmal leicht rückläufig. So sehr wir im vergangenen Jahr auch über den Schnee geklagt haben: Er hat die Menschen stärker in Kauflaune versetzt als das milde, nass-trübe Wetter in diesem Jahr.“

Brakhane rechnet mit einem Minus im niedrigen einstelligen Bereich. Genaue Zahlen lägen aber noch nicht vor. Der stadtbremische Einzelhandel mit seinen 17.000 Beschäftigten macht nach Angaben des Einzelhandelsverbands im Schnitt etwa 800 Millionen Umsatz im Weihnachtsgeschäft. Das ist mehr als ein Fünftel des Jahresumsatzes. Der liegt bei 3,6 Milliarden Euro.

Zwischen Weihnachten und Silvester laufe das Geschäft in der Bremer Innenstadt erfahrungsgemäß genauso gut wie vor dem Fest, sagt Jan-Peter Halves, Geschäftsführer der Bremer City-Initiative – und das obwohl Weihnachtsmarkt und Schlachte-Zauber als Publikumsmagneten wegfallen. Halves macht dafür neben Geldgeschenken und Gutscheinen zum Weihnachtsfest auch die Tatsache verantwortlich, dass viele Menschen zwischen Weihnachten und Neujahr Urlaub haben.

Winterjacken werden billiger

Neben Winterbekleidung werden in diesen Tagen auch Kalender für 2012 herabgesetzt, sagt Wolfgang Brakhane. Insgesamt macht er bei den papiernen Jahresbegleitern zwei Trends aus: „Eindrucksvoll bebilderte Wandkalender werden immer beliebter – und zwar in immer größeren Formaten. Preise von 60 bis 80 Euro für einen solchen Kalender sind keine Seltenheit mehr.“ Etwas rückläufig sei dagegen der Umsatz mit Taschenkalendern und sonstigen Jahresplanern, da immer mehr Menschen ihre Termine via Computer und Smartphone verwalten.

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