Terminalbetreiber HHLA und Eurogate unterbrechen Gespräche

Die beiden Terminalbetreiber Eurogate aus Bremen und HHLA aus Hamburg unterbrechen ihre Kooperationsgespräche. Grund dafür: die aktuelle geopolitische Situation.
01.07.2022, 16:41
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
HHLA und Eurogate unterbrechen Gespräche
Von Peter Hanuschke

Die Terminalbetreiber Eurogate aus Bremen und HHLA aus Hamburg haben ihre Kooperationsgespräche, die schon seit zwei Jahren laufen, auf Eis gelegt: "Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Situation mit bisher unabsehbaren Auswirkungen haben sich die beiden Terminalgesellschaften Eurogate und HHLA darauf verständigt, ihre Gespräche über eine Kooperation ihrer Terminalgesellschaften so lange zu vertagen, bis die Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Fortsetzung wieder stabil genug sind", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung. Zu den bisherigen Verhandlungsergebnissen haben die beteiligten Parteien Stillschweigen vereinbart.

Hintergrund der Kooperationsgespräche ist, dass die großen deutschen Seehäfen in der sogenannten Nordrange im globalen Containergeschäft unter starkem Wettbewerbsdruck stehen – vor allem ausgelöst durch die beiden größten europäischen Häfen Rotterdam und Antwerpen. Dass eine Zusammenarbeit Sinn ergibt, darüber sind sich beide Terminalbetreiber einig – zumindest, wenn sie ihre jeweils in Auftrag gegebenen Gutachten dafür als Entscheidungsgrundlage heranziehen: Danach wird eine Kooperation im Bereich der Container-Umschlaggeschäfte erhebliche Potenziale für die Steigerung von Effizienz und Produktivität für beide Unternehmen bieten, die sich jeweils mehrheitlich im städtischen Eigentum befinden. Die Kooperation bezieht sich auf acht Terminals, wobei Eurogate nicht wie die HHLA nur in Hamburg vertreten ist, sondern auch in Bremerhaven und Wilhelmshaven.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+