Kommentar über eine Uni-Haltestelle Im Verzug

Schon vor vielen Jahren gab es eine Entscheidung der Bürgerschaft für die Zug-Haltestelle an der Uni. Es ist frustrierend, dass bis heute kein Standort festgelegt wurde, findet Lisa Boekhoff.
21.07.2019, 18:00
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Im Verzug
Von Lisa Schröder

Seit 2012 gibt es einen Beschluss des Parlaments: Am Technologiepark soll ein Bahnsteig eingerichtet werden. Für Pendler aus Hamburg oder dem Umland wäre das ein klarer Vorteil. Vielleicht steigt der eine oder andere sogar vom Auto auf den Zug um. Doch Papier ist bekanntermaßen schmerzlich geduldig. Zwar sind seither sieben Jahre vergangen, Schwung fehlt dem Projekt aber immer noch. Welcher der anvisierten Standorte es denn sein soll, ist bis heute offen. Eine Machbarkeitsuntersuchung ist nach Angaben des Senats seit 2013 nicht weiter vertieft worden.

Sicher gilt, dass bei solchen Projekten abgewogen werden muss, welche Priorität sie haben – gerade bei klammer Kasse. Sicher ist, dass das Verkehrs- und Bauressort wegen der vielen Aufgaben derzeit enorm unter Druck steht. Unterm Strich frustriert diese Langsamkeit der Dinge dennoch, selbst wenn es Gründe für sie gibt. Selten, dass ein Bauprojekt in diesen Zeiten überraschend schnell umgesetzt wird.

Vorfreude gehört zwar zu den schönsten Gefühlen. Die neue Koalition muss ihr Versprechen nun aber halten, in diesem Jahr eine Entscheidung zu treffen. Denn sonst schlägt die Vorfreude auf den Halt immer mehr in Frust um. Wenn alles geschmeidig läuft, könnte der Halt 2027 fertig sein. Das liegt auch daran, dass die Arbeiten an der Zugstrecke mit einem ordentlichen Vorlauf anmeldet werden muss. Der Verzug ist bitter.

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