Bremer Flughafen Mindestens vier Flüge wegen Warnstreik am Montag gestrichen

Laut Mitteilung der Gewerkschaft Verdi sollen die Beschäftigten im Luftsicherheitsbereich die Arbeit niederlegen. Mindestens vier Flüge sollen am Montag ausfallen, sagte eine Flughafensprecherin.
13.03.2022, 18:23
Lesedauer: 2 Min
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Von org jp

Die Gewerkschaft Verdi ruft am Montag, 14. März 2022, Beschäftigte im Luftsicherheitsbereich des Bremer Flughafens zum Warnstreik auf. Der Streik soll um Mitternacht beginnen und um 22 Uhr enden, für 10 Uhr ist am Eingang zum Terminal 1 eine Kundgebung geplant.

"Zum jetzigen Zeitpunkt können wir die morgige Lage noch nicht einschätzen, da wir nicht wissen, wie viele Sicherheitskontrollkräfte dem Streikaufruf der Verdi folgen werden", teilte eine Sprecherin dem WESER-KURIER auf Nachfrage mit. Zunächst sollen jedoch vier Flüge gestrichen werden: drei der Lufthansa sowie ein Flug der KLM. Die Sprecherin bittet darum, dass Passagiere sich vor der Abreise mit dem Reiseveranstalter in Verbindung setzen. Zudem sollen sie mehr Zeit für die Sicherheitskontrolle einplanen und ihr Handgepäck auf ein Minimum reduzieren.

Keine Einigung in drei Verhandlungsrunden

Als Grund gibt die Gewerkschaft an, dass in den bisher drei Verhandlungsrunden zur Erhöhung der Entgelte für Sicherheitskräfte an Flughäfen keine Einigung erzielt werden konnte. Die Arbeitgeber hätten zwar ein Angebot unterbreitet, dieses sei in den letzten Verhandlungen allerdings nicht erhöht worden und damit unzureichend. Der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen hatte nach den jüngsten Gesprächen von Annäherungen gesprochen, die Vorstellungen lägen aber noch weit auseinander.

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"Die Arbeit der Luftsicherheitskräfte muss finanziell attraktiv bleiben, damit die dringend benötigten Fachkräfte gewonnen und gehalten werden können. Deshalb muss der Lohn um mindestens einen Euro angehoben werden. Das Arbeitgeberangebot liegt weit unter der Forderung der Beschäftigten. Außerdem wollen die Arbeitgeber Nullmonate durchsetzen", kritisiert Verdi-Verhandlungsführer Wolfgang Pieper.

Zuletzt Warnstreiks an mehreren Flughäfen

In den vergangenen Wochen hatte es an mehreren Flughäfen Warnstreiks gegeben. Verdi will einen Tarifvertrag für zwölf Monate und darin die Stundenlöhne um mindestens einen Euro erhöhen. Die Gehälter der Gepäck- und Personalkontrolleure sollen das Niveau der Beschäftigten bei der Passagierkontrolle erreichen, Beschäftigte in der Flugzeugbewachung und der Bordkartenkontrolle bundesweit einheitlich bezahlt werden. Beide Seiten setzen sich am 16. und 17. März zur nächsten Verhandlungsrunde in Berlin an einen Tisch.

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