Bahn modernisiert das Schienennetz

Zugverkehr in Bremen 2012 eingeschränkt

Bremen. Von den 4,4 Milliarden Euro, die die Bahn im Jahr 2012 in die Modernisierung des deutschen Schienennetzes stecken will, profitiert Bremen sehr stark. Für Zugreisende wird das allerdings phasenweise deutliche Nachteile mit sich bringen.
27.12.2011, 14:29
Lesedauer: 2 Min
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Zugverkehr in Bremen 2012 eingeschränkt

Der Knoten Bremen wird im Jahr 2012 modernisiert.

Frank Thomas Koch

Bremen. Rund 4,4 Milliarden Euro will die Deutsche Bahn im Jahr 2012 für die Modernisierung des Schienennetzes in Deutschland investieren. Davon wird auch Bremen profitieren, das zu den Schwerpunkten der Baumaßnahmen zählt. Für Zugreisende wird das allerdings phasenweise deutliche Nachteile mit sich bringen.

Wie die Bahn AG am Dienstag mitteilte, zählt der Bremer Hauptbahnhof zu den wichtigsten Baustellen im kommenden Jahr. Ende Januar soll die Modernisierung der Gleise und Weichen im Knoten Bremen und auf den Strecken nach Osnabrück und Hamburg beginnen, bis zum Mai sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Rund 120 Kilometer Schienen sollen dabei bewegt werden. Wegen der Maßnahmen werden laut Bahn-Mitteilung viele IC-Züge umgeleitet und nicht in Bremen halten. Im Fernverkehr sollen viele Züge nur alle zwei Stunden, statt wie bislang stündlich, den Bremer Hauptbahnhof anfahren.

Ebenfalls betroffen ist die Weserbrücke zwischen Neustadt und Stephaniviertel, die neben neuen Gleisen auch 2000 neue Brückenbalken erhalten soll. In Oberneuland wird die Bahn zudem neue Lärmschutzwände entlang der Strecke bauen.

Neben Bremen spielt auch Hannover eine große Rolle in den Bahn-Plänen. Auf gleich vier Strecken soll in der niedersächsischen Hauptstart gearbeitet werden. Von Ende Juli bis November soll die Strecke nach Dortmund modernisiert werden, was ebenfalls zu Verspätungen im Fern- sowie zu Zugausfällen im Nahverkehr führen soll. Zudem sollen einige Bahnhöfe nur noch eingeschränkt angefahren werden.

Längere Reisen nach Hamburg und Berlin

Von September bis November kommt dann die Strecke Hannover - Hamburg an die Reihe. Weil phasenweise nur noch ein Gleis zur Verfügung steht, soll sich die Fahrzeit zwischen den beiden wichtigen Bahnhöfen um 20 Minuten verlängern. Zwischen April und Juli soll es zudem zu Störungen zwischen Hannover und Magdeburg kommen. Wegen der Bauarbeiten wird der Fernverkehr über Wolfsburg umgeleitet, der Halt in Braunschweig entfällt. Wegen Modernisierungen an der Strecke zwischen Hannover und Göttingen kommt es längeren Fahrtzeiten von bis zu 60 Minuten für Fernverkehr-Reisende nach Berlin und Hamburg.

Die Bahn verspricht, alle baubedingten Fahrplanänderungen schnellstmöglich an die Kunden weiterzuleiten. Man wolle "frühzeitig und zuverlässig" über Baustellen und Fahrpläne informieren, heißt es in einer Mitteilung. Der Konzern verweist vor allem an die Informationen im Internet und an die Schalter in den Bahnhöfen.

Deutschlandweit arbeitet die Bahn im Jahr 2012 nach Angaben der "Bild"-Zeitung auf 30.000 Baustellen. Neben Bremen und Hannover sind weitere Schwerpunkte die Knoten Magdeburg, Leipzig und Erfurt sowie die Strecke Hamm - Dortmund - Düsseldorf. 2600 Kilometer Schiene und zwei Millionen Eisenbahnschwellen sollen insgesamt erneuert werden. (bb)

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