Messe Gastro Ivent Til Schweiger stellt eigenes Bier in Bremen vor

Eigentlich war es eine Schnapsidee - aber Til Schweiger setzte sie in die Tat um und hat seitdem eine eigene Biermarke. Und die hat er am Montag auf der Messe "Gastro Ivent" in Bremen vorgestellt.
26.02.2018, 17:14
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Til Schweiger stellt eigenes Bier in Bremen vor
Von Ina Bullwinkel

Die Kameras klicken, und die Besucher der Messe Gastro Ivent, die in diesen Tagen in der Bremer ÖVB-Arena stattfindet, drehen die Köpfe herum: Dort steht TilSchweiger. Der Regisseur und Schauspieler ist nach Bremen gekommen, um sein Bier „Tils“ vorzustellen. Der Name lässt einen sofort an ein Pils denken, doch der ist bloß ein Wortspiel mit Schweigers Vornamen – hinter der grünen Flasche mit dem weißen Schriftzug verbirgt sich ein Lagerbier.

„Das Bier sollte vor allem so schmecken, wie mir selbst ein Bier schmeckt – leicht und nicht so herb“, sagt Schweiger. Es sei demnach von Anfang an klar gewesen, dass es ein Lager wird und kein Pils. In Hamburg steht das Schweiger-Bier schon seit etwas mehr als einem Jahr auf der Speisekarte – unter anderem in seinem Restaurant „Barefood Deli“.

Jetzt soll es auch in anderen Gastronomien ausgeschenkt werden, und dafür macht der Unternehmer Werbung. In Wollpullover, Jeans und hellen Turnschuhen gibt sich der 54-Jährige betont lässig und verdreht auch mal die Augen, als die Fotografen um einen weiteren Schnappschuss bitten. "Süffig!", ruft er und hält die Bierflasche in Richtung der Kameras.

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Ursprünglich sei es eine Schnapsidee gewesen, sagt Schweiger über sein Bier, das er zusammen mit der Bayreuther Brauerei Maisel & Friends auf den Markt gebracht hat. „Als wir die Gastronomie in Hamburg eröffnet haben, überlegten wir, welches Bier wir ausschenken wollen. Als uns nichts richtig eingefallen ist, haben wir entschieden, wir machen was Eigenes“, sagt er.

„Das Bier sollte vor allem so schmecken, wie mir selbst ein Bier schmeckt – leicht und nicht so herb.“ Es sei demnach von Anfang an klar gewesen, dass es ein Lager wird und kein Pils. Schweiger erzählt, es habe mehrere "Gänge" mit dem Bierbrauer Maisel gegeben. "Innerhalb weniger Monate haben wir das Bier zusammen entwickelt." Immer wieder habe er das Bier probiert, dreimal sei die Rezeptur leicht verändert worden, bis es fertig war.

„Tils“ sei für jeden zu empfehlen, die mildes Bier mag. Gerade im Sommer könne man sein Bier „gut wegsüppeln“, findet Schweiger. „Aber das ist Geschmackssache. Genauso wie manche Leute Til Schweiger Filme mögen und andere nicht“, so der Regisseur, der einem breiteren Publikum durch Liebeskomödien wie "Keinohrhasen" und "Kokowääh" bekannt geworden ist.

Im Sommer auch gerne mal ein Bier

"Bier kann man nicht neu erfinden", sagt Schweiger. Trotzdem zeigt er sich vom Geschmack seines Lagers überzeugt und empfiehlt, es "richtig schön kalt" zu trinken. Schweiger gibt zu, persönlich lieber Wein zu mögen, aber im Sommer trinke er auch gerne mal ein Bier. Und jetzt, da das Bier so gut in Hamburg ankomme, wolle er es auch in anderen Städten vertreiben.

Sein Partner ist dafür der Getränkefachgroßhandel Beckröge – an dessen Stand präsentiert er bei der Bremer Gastronomiemesse in der ÖVB-Arena auch das 4,8-prozentige "Tils". Neben einem eigenen Bier hat der Unternehmer Schweigerbereits Erfahrung mit anderen eigenen Kreationen gesammelt. So verkauft er etwa mehrere Weine unter dem Firmennamen "From Grape Til Wine", was so viel bedeutet wie "von der Traube zum Wein" – das Wortspiel mit dem eigenen Namen darf offenbar nicht fehlen.

Große Sympathie für Werder Bremen

Außerdem hat Schweiger vor einigen Jahren das Unternehmen "Barefoot Living" gegründet, das Inneneinrichtung, Mode und Kosmetik über einen Online-Handel vertreibt. Über diesen Shop, bei dem es laut Webseite vor allem um ein Lebensgefühl geht, solle das Bier in Zukunft allerdings nicht erhältlich sein – "erst mal nur in Gastronomien", sagt Schweiger. Was man dort allerdings bestellen kann, ist ein Poster mit dem Logo des Lagerbiers. Er versteht es, seine Produkte zu vermarkten.

Ob er eine besondere Verbindung zu Bremen habe? "Einer meiner ältesten Freunde lebt hier. Außerdem habe ich große Sympathie für den Verein Werder Bremen", sagt der Schauspieler mit Wohnsitz in Hamburg. Außerdem kenne er die Stadt durch seine Besuche in der Talkshow 3 nach 9. Leider habe er keine Zeit, um noch länger in Bremen zu bleiben – am Abend müsse er schon abreisen.

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