Lebenswege Begleiten Bedarfe ermitteln, Hilfe anbieten

Der Verein Lebenswege Begleiten möchte Geflüchtete aus der Ukraine und ehrenamtlich Tätige optimal unterstützen. Um Bedarfe zu ermitteln, haben sie deshalb nun zu einem offenen Treffen eingeladen.
03.04.2022, 15:00
Lesedauer: 2 Min
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Bedarfe ermitteln, Hilfe anbieten
Von Ivonne Wolfgramm

Bruchhausen-Vilsen. "Wir wollen Menschen helfen und unterstützen, die aus einem anderen Land zu uns gekommen sind und Ansprechpartner für die sein, die sich ehrenamtlich engagieren wollen", sagte Antje Alberts voller Überzeugung. Als Integrationsbeauftragte des Vereins Lebenswege begleiten ist ihre Expertise derzeit besonders gefragt, da immer mehr Geflüchtete aus der Ukraine ihren Weg in die Samtgemeinde finden. Welche Bedarfe sind wo vorhanden? Welche Fragen und Nöte haben die Menschen aus der Ukraine? Was brauchen sie? Um alle diese Fragen zu klären, lud der Verein Geflüchtete und Einheimische, die sich für sie engagieren, zu einem gemeinsamen Treffen in die Mensa am Schulzentrum.

Der Andrang war größer, als der Verein sich das vorgestellt hatte. Das wurde deutlich, als die Räumlichkeiten des Vereins An der Loge schon bis auf den letzten Platz belegt waren und vor dem Gebäude noch eine lange Menschenschlange stand. Also disponierte der Verein kurzerhand um und zog mit seiner Veranstaltung in die Mensa. Damit auch jeder der Anwesenden im Bilde war, was an diesem Nachmittag besprochen wurde, hatte sich Lebenswege begleiten Hilfe bei Dana Arnold gesucht. Sie übersetzte die Worte Alberts ins Ukrainische und auch umgekehrt.

Schnell wurde klar: Die Nachfrage nach Deutsch- und Integrationskursen ist bei den Geflüchteten sehr groß. "Leider dauert es noch ein bisschen, bis wir Integrationskurse anbieten können", sagte Alberts. Vorher gelte es, einige bürokratische Hürden zu überwinden, etwa die Registrierung bei der Samtgemeinde und im Anschluss die Meldung bei der Ausländerbehörde in Syke. "Um die Zeit zu überbrücken, wollen wir aber mit Deutsch-Kursen anfangen", informierte Alberts weiter. Diese sollen zweimal wöchentlich, montags und donnerstags, stattfinden, Beginn soll in der Woche nach den Osterferien sein. 

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Ein weiteres Thema, das Gesprächsbedarf bot, war alles rund um das Gesundheitswesen. Wie funktioniert das Prozedere, wenn man krank ist und einen Arzt braucht? Wann ist der richtige Zeitpunkt, ein Krankenhaus aufzusuchen? Auch hier nutzte Antje Alberts die Möglichkeit, erste Fragen zu klären und die Menschen aus der Ukraine mit den hiesigen Gegebenheiten vertraut zu machen. Gleiches galt auch für den Bereich "Impfungen", nicht nur im Hinblick auf die Corona-Schutzimpfung. "Wir haben hier eine Masern-Impfpflicht für Kinder", informierte die Integrationsbeauftragte.

Im weiteren Verlauf des Gespräches stellte sich außerdem heraus: Sowohl die Geflüchteten als auch die ehrenamtlich Engagierten haben ein großes Interesse daran, sich zu treffen. Sowohl in gemischten Gruppen als auch innerhalb ihrer Peer-Group. "Besonders bei den Ukrainern kam der Wunsch auf, sich zu treffen und auszutauschen sowie auch über die Situation im Heimatland zu reden", reflektiert Alberts im Nachgang, "Wir wollen nun gucken, wie wir entsprechende Räumlichkeiten für ein zwangloses Treffen zur Verfügung stellen können." Ohnehin sei nun der nächste Schritt für Lebenswege begleiten die Umsetzung der vielen Impulse, die jenes Treffen ergeben haben. Antje Alberts sagt weiter: "Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf und wissen nun, wo es Bedarfe gibt."

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