Gemeinde Stuhr Klimaschutz-Förderprogramm geht weiter

Auch 2022 soll die Gemeinde Stuhr private Investitionen in Sachen Klimaschutz bezuschussen. Der Etat liegt nun bei 20.000 Euro, statt Wallboxen sollen diesmal Dachbegrünung und Solarthermie inbegriffen sein.
21.01.2022, 16:55
Lesedauer: 2 Min
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Klimaschutz-Förderprogramm geht weiter
Von Alexandra Penth

Stuhr. Auch in diesem Jahr will die Gemeinde Stuhr wieder private Investitionen in Sachen Klimaschutz fördern – mit einer höheren Summe und zum Teil auch mit anderen Parametern. Einstimmig hat sich der neue Ausschuss für Klima- und Naturschutz, Naherholung und Tourismus bei seiner ersten Sitzung am Donnerstag für eine Fortführung des Förderprogrammes ausgesprochen. 2020 hatte die Gemeinde erstmals insgesamt 10.000 Euro für Wallboxen, Lastenräder und neu installierte Solarstromspeicher zur Verfügung gestellt. „Mitte November war das Geld bereits aufgebraucht“, erläuterte Stuhrs Umweltbeauftragter Marc Plitzko. So war die Summe im vergangenen Jahr auf 15.000 Euro aufgestockt worden. Das Geld war diesmal jedoch bereits Mitte Juli komplett weg gewesen. 30 Aufladestationen für Elektroautos, sogenannte Wallboxen, zehn Solarstromspeicher und zwei Lastenräder waren mit der Gesamtsumme gefördert worden. 

Für 2022 nun hatte die Verwaltung eine erneute Erhöhung der Fördersumme auf 20.000 Euro vorgeschlagen. Außerdem fallen diesmal die Wallboxen aus der Förderung heraus, weil dort wohl eine neue KFW-Förderung aufgelegt wird. Beim Kauf eines E-Autos erhalten die Käufer außerdem oft gleich einen Gutschein für Wallboxen dazu. „Wir wollen ja Doppelförderungen vermeiden“, sagte Plitzko. Statt der Wallboxen könnten laut Vorschlag der Gemeinde potenziell Dachbegrünungen auf Garagen und Carports beziehungsweise Solaranlagen zur Warmwasser-Aufbereitung mit jeweils 500 Euro gefördert werden. Maximal zwei Gründächer je Grundstückseigentümer sind demnach förderfähig.

Auf eine Förderung von Photovoltaikanlagen will die Gemeinde in diesem Jahr noch verzichten, da dort höhere Fördersummen notwendig wären, um Gebäudeeigentümer zu motivieren. Für 2023 soll jedoch ermittelt werden, ob das Klimaschutzförderprogramm der Gemeinde Stuhr dementsprechend erweitert werden kann. Den Wunsch, den Etat für das kommunale Förderprogramm in Zukunft deutlich zu erhöhen, äußerte Jörg Böttcher, der für die Stuhrer Ortsgruppe des Nabu dem Ausschuss angehört. 

Warum die Fördersumme bei einer derart großen Nachfrage nur um 5000 Euro erhöht wird, beschäftigte Sebastian Koch (SPD). „Dadurch, dass wir die Wallboxen nicht mehr im Förderprogramm haben, fällt nun der Hauptfaktor raus“, begründete Marc Plitzko dies. 

Die Ausschussmitglieder verständigten sich darauf, aufgrund aufgebrauchter Fördergelder im Jahr 2021 abgelehnte Anträge für Batteriestromspeicher und Lastenfahrräder nicht nachträglich zu bewilligen. Auch den Ausschluss einer Doppelförderung wollten die Mitglieder festhalten. Heiko Fischer (FDP): „Wir müssen diejenigen fördern, die die Mittel nicht haben.“ 

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