Geschäftsbericht Träume aus Chrom und Stahl

Sportwagen und Oldtimer sind die Leidenschaft von Jerome Böker. Mit 26 Jahren hat er sich nun mit einem Autohandel selbstständig gemacht.
26.02.2019, 17:24
Lesedauer: 2 Min
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Träume aus Chrom und Stahl
Von Eike Wienbarg

Stuhr-Groß Mackenstedt. Jerome Böker hat eine Leidenschaft: Seit Schul- und Jugendzeiten schraubt er begeistert an Autos oder restauriert sie. Für sein Studium allerdings entschied sich Böker für das Fach Wirtschaftsingenieurswesen an der Hochschule in Bremen. Jetzt wagt der 26-Jährige den Schritt in die Selbstständigkeit und verbindet damit seine beiden Fachrichtungen. Unter dem Namen JB Motors handelt er seit Kurzem in Groß Mackenstedt mit Sportwagen und Oldtimern. Der jetzige Standort soll allerdings nur eine Zwischenstation für Größeres sein.

„Ich hatte immer den Traum, einen Pick-Up zu fahren“, erzählt Böker vom Start seiner Passion für motorisierte Fortbewegungsmittel. Zunächst engagierte er sich aber im Motocrosssport, werkelte auch an den Motorrädern. Später folgten dann die Autos. So kaufte er sich kaputte Wagen und reparierte sie auf eigene Faust oder restaurierte sie von Grund auf. „Da habe ich viel meines Ersparten reingesteckt“, erinnert sich Böker schmunzelnd. Vor allem Geländewagen standen auf seiner Liste. Nach der Restauration der Autos kam dann auch der Verkauf.

Um seiner Leidenschaft auch während des Studiums treu zu bleiben, arbeitete Jerome Böker dann beim Autohaus T & R, einem Fachhändler für Sportwagen, in Seckenhausen. Dort kümmerte er sich nach eigenen Angaben vor allem um die Technik. Nach und nach reifte dann auch der Plan, sich selbstständig zu machen, berichtet Böker weiter über seinen Werdegang.

Schon bald nach dem erfolgreichen Ende seines Studiums erwarb er ein Grundstück im Gewerbegebiet Neukrug. „Das war ein fließender Übergang“, so Böker. Laut Plan sollte auf der Fläche eine Halle mit einem eigenen Autohaus entstehen. „Das war aber ein bisschen viel Geld“, sagt Böker über seine ambitionierten Pläne.

Daher gründete er zunächst im November 2018 eine GmbH. Außerdem mietete er sich in einer Halle eines Speditionsunternehmens an der Harpstedter Straße ein, in der bereits als Jugendlicher ebenfalls ausgeholfen hatte. Auf 200 Quadratmeter Fläche stehen dort nun glänzende Sportwagen und Oldtimer dicht beieinander. Auch ein Büro hat Böker sich dort eingerichtet. „Ich möchte langsam starten“, berichtet Böker. Mit Blick auf den Schritt in Richtung Selbstständigkeit bereits im jungen Alter sagt er aber auch: „Ich bin bewusst das Risiko eingegangen.“ Die Firma ist nun sein Vollzeitjob.

Auch die Sparte mit exklusiveren Autos habe er bewusst gewählt, berichtet Böker weiter aus seinen Plänen. „Sportwagen und Oldtimer sind meine Leidenschaft. Dafür brenne ich“, sagt er euphorisch. Um in der Branche Fuß zu fassen, gestaltete er eine Internetseite, auf der speziell Sportwagen und Oldtimer zum Verkauf angeboten werden können. Es sei vor allem schwierig, an die geeigneten Autos zu kommen, kann Böker aus Erfahrung berichten.

„Der Verkauf ist ein Onlinegeschäft, hier kommt keine Laufkundschaft“, berichtet Böker weiter über die Besonderheiten seines Nischengeschäfts. Im kleinen Rahmen könne er auf die Kundschaft viel besser eingehen. „Die Käufer haben schon hohe Vorstellungen“, sagt er weiter. Er versuche seinen Kunden, immer „faire Preise“ zu bieten. Die Interessenten für die von Böker vertriebenen Autos kommen dabei aus ganz Europa. „Mein erstes Auto habe ich nach Frankreich verkauft“, erzählt der Geschäftsführer von JB Motors. Neben dem reinen Handel bietet Böker seiner Kundschaft auch Wartung, Service und Individualisierungen der Gefährte an.

„Für den Start ist es ideal“, sagt Böker über die jetzige Situation. Der aktuelle Platz werde aber nicht reichen, blickt er in die Zukunft. „Es ist eine reine Übergangslösung“, so Böker. So liegen die Pläne für das eigene Autohaus in Neukrug immer noch auf seinem Tisch.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter der Adresse www.jb-motors.de.

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