Autorenlesung

„Leichenfrei“

Das Kulturforum Bassum hat Till Raether in die Lindenstadt gelockt: Am 30. November liest der Autor in der Freudenburg aus seinem neuen Buch „Neunauge“.
20.11.2017, 17:26
Lesedauer: 2 Min
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Von Dorit Schlemermeyer

Bassum.Wenn in Schulkellern mumifizierte Tote entdeckt werden, eine ganze Stadt durch diese spektakulären Leichenfund erschüttert ist und die Senatsverwaltung von Hamburg Sonderferien – quasi „leichenfrei“ – erwägt, dann ist das der Stoff, der Zuhörer zu fesseln weiß. „Neunauge“ heißt der neue Krimi von Till Raether, und der Autor höchstpersönlich wird am Donnerstag, 30. November, im Vorwerk der Bassumer Freudenburg aus seinem Buch lesen. Der Startschuss erschallt um 20.15 Uhr. Veranstalter ist das Kulturforum Bassum in Kooperation mit der Büchereizentrale Niedersachsen und der Stadtbücherei.

„Neunauge“ ist der vierte Fall für den von Till Rateher erschaffenen Kommissar Danowski. Für den ersten, „Treibsand“, wurde Raether für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Im aktuellen Fall wird Hamburg von einer Serie spektakulärer Leichenfunde erschüttert – in Schulkellern werden mumifizierte Tote entdeckt. „Die örtliche Polizei ist überfordert und setzt auf Unterstützung von Deutschlands populärstem Fallanalytiker“, heisst es in der Pressemitteilung. Dieser lasse keine Gelegenheit aus, sich wichtig zu machen und gehe in seiner Theorie von einem zu Schulzeiten traumatisierten Einzeltäter aus. Eine Theorie, die Kommissar Danowski nicht teilt. Außerdem kann er den Analytiker nicht ausstehen. Als dann noch – ganz im Kontext der Zeit – per Tweet ein Hinweis bei der Polizei eingeht und eine Lawine von Ereignissen auslöst, erfasst Panik die Stadt. Keller werden durchsucht, Schüler beurlaubt, und die Senatsverwaltung erwägt Sonderferien, eben besagtes „leichenfrei“.

Till Raether verfügt laut Gudrun Lösche vom Kulturforum "über einen ganz hervorragenden Schreibstil". Der Autor ist 1969 in Koblenz geboren, arbeitet als freier Journalist in Hamburg unter anderem für Brigitte, Brigitte Woman sowie das SZ-Magazin, Stern und Merian. In Berlin aufgewachsen, besuchte er die Deutsche Journalistenschule in München, studierte Amerkanistik und Geschichte in Berlin und New Orleans und war stellvertretender Chefredakteur der Brigitte. Laut eigenen Angaben war er wegen der Fernsehserie „Lou Grant“ und dem Watergate-Film „Die Unbestechlichen“ mit Dustin Hoffman und Robert Redford überzeugt, Journalist werden zu müssen. Der Mann hat's geschafft: Sein erster gedruckter Text erschien im März 1988 im „Volksblatt Berlin". Till Raether ist verheiratet und hat zwei Kinder.

Tickets im Vorverkauf kosten acht Euro. Es gibt sie im Bürgerservice der Stadt und im Geschäft Papier und Tinte am Bassumer Lindenmarkt sowie in der Stadtbücherei. An der Abendkasse müssen Interessierte für ein Ticket zehn Euro ausgeben.

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