Open-Air-Festival Schottisch-Irische Silberhochzeit

Jubiläum: Am 4. August findet zum 25. Mal das Irish Open Air mit vier Bands statt.
01.08.2018, 18:08
Lesedauer: 3 Min
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Von Dorit Schlemermeyer

Staffhorst. Privat war es die „Hölzerne“, als Veranstalter „Die Silberhochzeit“, denn am kommenden Sonnabend kann Friedhelm Wolters sozusagen Silberhochzeit feiern mit seinem Irish-Open-Air Festival. Tatsächlich sind die 25 Jahre für ihn wie im Flug vergangen. „Ich habe in den vergangenen Jahren die Szene beobachtet, aber wir sind konkurrenzlos geblieben“, zieht er ein positives Fazit.

Ums Geld ging es Friedhelm „Fidi“ Wolters dabei nie, wie er bestätigt: „Ich lebe und liebe diese Musik und möchte, dass die Gäste Spaß haben." Es müsse schon für alle gerecht zugehen, müsse eben einfach passen für die Gäste und ihn als Veranstalter. Ohne seine langjährigen engagierten Helfer hätte er das aber nicht schaffen können: „Unser Andreas, der mir seit 25 Jahren hilft oder auch früher mein Vater, der rumgefahren ist, um Plakate aufzuhängen, ich konnte mich die ganzen 25 Jahre immer auf ein engagiertes Team verlassen“, möchte sich Wolters bei seinen Leuten bedanken. Das bomben Wetter in diesem Jahr verspreche sehr gute Besucherzahlen, mehr als im letzten Jahr: “Da hatten wir so 15, 16 Grad, das hat doch einige abgehalten und war auch nicht so toll für die Stimmung."

Die wird in diesem Jahr auf jeden Fall noch mal richtig steigen, denn ein Wunsch oder vielmehr zwei Wünsche von Wolters sind schon mal in Erfüllung gegangen: die Copplestones und die Keltics. „Die sind nicht nur einzeln gut, wenn sie zusammen spielen, ist das total geil, dann sorgen sie für eine Hammerstimmung." Auch für die Besucher der vorangegangenen Festival sind die Bands natürlich keine Unbekannten, waren immer mal wieder zu Gast beim Open-Air in Staffhorst.

„Wilden Partyfolk mit Tanzgarantie“ verspricht dann auch der Flyer. Handgemachten Irish- und Scottish-Folk mit Charme und Witz. Meist derb und krachend, aber auch verträumt und wehmütig, begeistern die Cobblestondes seit 2003 nicht nur Folkfans in Deutschland, sondern auch im Originalland Irland, der Schweiz, Österreich, Holland und Portugal. Dem stehen die Keltics in nichts nach. Seit 1991 treten sie öffentlich auf, seit 1994 folgen CD-Veröffentlichungen. Ebenso alte Bekannte sind Crest of Gordon, die fast von Anfang an dabei waren. Über Victor Besch kam damals der Kontakt zur schottischen Pipe-and-Drum-Formation zustande, denn der Waliser war der Pipe-Major. Seit ihrer Gründung legt die Band großen Wert darauf, die schottische Musikkultur mit der Great Highland-Bagpipe und den dazu gehörigen Drumcorps in ihrer ursprünglichen Art und Weise zu pflegen. Dieser Tradition fühlt sich ebenso die vierte Liveband verpflichtet, die „Owl Town Pipes & Drum Band aus Peine. Auch ihr Ziel ist die Verbreitung der schottischen Musik mit einem umfangreichen Repertoire, das die gesamte Bandbreite der Pipes & Drums Bandmusik umfasst vom Slow Air bis zum Jig.

„Das Konzept des Irish-Open-Airs ist immer weiter gewachsen und einige meinen, dass dadurch der dörfliche Charakter gelitten hat, aber andere sind nicht der Meinung, sondern freuen sich auf die Begegnung mit alten Bekannten“, hört Friedhelm Wolters von seinen Gästen und ist ein wenig stolz darauf, in einem Atemzug mit dem Brokser Heiratsmarkt genannt zu werden, der ebenfalls ein beliebter Begegnungsort ist. Er habe lange überlegt, welche Besonderheit er zum silbernen Jubiläum anbieten könne, aber viele Ideen seien am Etat gescheitert, denn eines ist Fidi Wolters auch wichtig: ein guter Eintrittspreis. Der liegt auch in diesem Jahr nicht höher und beträgt immer noch 15 Euro.

Dafür gibt's vier Livebands und eine ausgelassene irische und schottische Stimmung und ein Ticket, das zusammen mit dem Festivalband an das Jubiläum erinnert. Natürlich wird auch wieder Essen und Trinken eine Rolle spielen. Was mal mit Kilkenney und Guiness und einem Kassettenrekorder anfing, hat heute ganz andere Dimensionen. „Wir haben jedes Jahr etwas Neues dazugenommen, wie gebrannte Mandeln, Guido Busch mit seinem Kaffeemobil, die Grillhütte mit leckeren Grillsachen und seit 2017 einen speziellen Stand für das „Staffhorster Kirchenfenster“, dem von Werner Wolters erfundenen Staffhorster Nationalgetränk, das an das irische „Flag“ erinnert.

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