Resultat unzähliger Arbeitsstunden

11 000 Quadratmeter grünes Paradies

Der rund 11000 Quadratmeter große Stein- und Wassergarten der Familie Krüger in Simmerhausen bietet immer wieder Neues. So lässt sich sogar ein Schlafplatz unter freiem Himmel entdecken.
21.05.2020, 10:05
Lesedauer: 2 Min
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Von Von Ingo Möllers (Fotos) und Martin Siemer (Text)

Wer den Garten der Familie Krüger in Simmerhausen besuchen möchte, der sollte viel Zeit und Muße mitbringen. Denn das grüne Refugium ist schier unerschöpflich. Auf inzwischen gut 11 000 Quadratmetern haben Margrit und Karl-Heinz Krüger sowie Tochter Jennifer Tietböl einen außergewöhnlichen Stein- und Wassergarten geschaffen.

Angefangen hat alles 2007 auf 8000 Quadratmetern. „Aber schon 2006 haben wir die ersten Teiche angelegt“, erinnert sich Karl-Heinz „Kalle“ Krüger. Mittlerweile sind sechs davon auf dem weitläufigen Grundstück an der Straße Am Kürk zu finden. Auch ein großer Schwimmteich ist dabei, den die Familie in den Sommermonaten für die kühle Erfrischung nutzt. Seit einigen Jahren gehört auch ein 3000 Quadratmeter großes Nachbargrundstück zum Garten. Dieser Teil gehört Tochter Jennifer Tietböl. Ein großes Eisentor, eingerahmt von Ziegelpfeilern, schafft die Verbindung zwischen den grünen Oasen.

Im neuen Areal soll ein Rosengarten entstehen. Krügers haben schon zahlreiche Sorten gepflanzt. Einige ranken sich an mächtigen Baumstämmen empor, die mit der Wurzel nach oben im Boden stecken. In einer Ecke des Gartens bietet eine kleine Bühne die Möglichkeit, während der Dötlinger Gartenkultour Künstler auftreten zu lassen. „Das soll aber wirklich nur bei der Gartenkultour geschehen. Sonst ist das zu viel Aufwand“, sagt Margrit Krüger. Seit 2007 sind Krügers aktiv bei der Aktion dabei. Und das, obwohl ihr Grundstück samt Garten in einem Ortsteil von Prinzhöfte in der Samtgemeinde Harpstedt liegt. Die Grenze zur Gemeinde Dötlingen ist jedoch nur wenige Meter entfernt.

Das, was in den vergangenen fast eineinhalb Jahrzehnten entstanden ist, ist weit mehr als ein Bauerngarten. Allein 700 Rhododendren in über 80 verschiedenen Farben blühen in jedem Jahr. 150 verschiedene Funkien finden sich auf dem Areal wieder, rund 100 im eigens angelegten Funkiengarten. Es ist ein ökologisches Kleinod, welches Krügers geschaffen haben.

Nicht nur die Menschen erfreuen sich daran. Auch die Tiere fühlen sich hier merklich wohl. 36 verschiedene Vogelarten hat die Familie bereits gezählt. Viele Vögel brüten auf dem Gelände. Dabei suchen sich die gefiederten Mitbewohner durchaus ungewöhnliche Nistplätze. In der offenen Remise haben sich ein Rotkehlchenpärchen und Spatzen ihre Nester gebaut. Auch Schwalben haben dort Unterschlupf gefunden. Mitten im Garten hat sich ein Rotkehlchen seinen Brutplatz sogar in einer kleinen Milchkanne auf dem Gepäckträger eines alten Fahrrades eingerichtet. Die unzähligen Blüten bieten auch vielen Insekten Nahrung. Was wiederum den Tisch für die Vögel reichlich deckt.

Doch nicht nur Blumen, Stauden oder die Teiche bieten etwas fürs Auge. Überall auf dem Gelände finden sich Dinge, die man dort nicht erwartet hätte. So lädt ein weißes Doppelbett mit Rosenbettwäsche zum Schlaf unter freiem Himmel ein. Die Badewannen für die Morgentoilette stehen direkt daneben. Inzwischen bringen auch viele Besucher alte Haushaltsgegenstände oder Werkzeuge mit, die im Garten einen Platz finden. Wenn Freunde zu Besuch kommen, heizt Karl-Heinz Krüger das selbst gebaute Backhaus an. Margrit Krüger und Jennifer Tietböl servieren dann selbst gebackene Kuchen und Pizzen. Das ist auch notwendig, denn nicht wenige halten sich den ganzen Tag im Garten auf.

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