Konzert

Blue Note Bach mit Luther

„Ohne Luther kein Bach“ heißt ein Crossover-Projekt von Jazz und Klassik mit Jens Schöning, zu erleben am Sonntag, 22. Oktober, ab 18 Uhr in der Lilienthaler Klosterkirche.
19.10.2017, 17:25
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Blue Note Bach mit Luther
Von Undine Zeidler
Blue Note Bach mit Luther

Bach funktioniert auch im Crossover mit Jazz. Das will der Bremer Jazzpianist Jens Schöwing am Sonntag in der Klosterkirche zeigen. In Lilienthal gastiert er mit seinem Quartett und mit der Cembalistin Alina Rotaru. Im Luther-Jahr stehen Lutherchoräle im Fokus.

Lilienthal. „Ohne Luther kein Bach“, und Bach funktioniert auch im Crossover mit Jazz. Davon können sich die Besucher von „Blue Note Bach“ am Sonntag, 22. Oktober, ab 18 Uhr in der Klosterkirche bei einem Konzert in Kooperation mit der Bachgesellschaft Bremen selbst überzeugen. Seit 2006 interpretiert der Bremer Jazzpianist Jens Schöwing die Musik Johann Sebastian Bachs (1685-1750) auf vielfältige Art und Weise und in unterschiedlichen Besetzungen. In Lilienthal gastiert er mit seinem Quartett zusammen mit der Cembalistin Alina Rotaru. Anlässlich des Luther-Jahrs stehen Bearbeitungen der Lutherchoräle im Mittelpunkt des Konzerts.

„Musikalische Opfer“ und „Inventionen“ hießen die beiden Programme, die Jens Schöwing bereits auf Einladung der Bremer Bachgesellschaft entwickelt hat. Unter dem Titel „Blue Note Bach“ hat Jens Schöwing für das Luther-Jahr Bearbeitungen einiger Lutherchoräle von Bach vorgenommen.

So wie Martin Luther (1483-1546) die Religionsgeschichte der Welt geprägt habe, so beeinflusse Johann Sebastian Bach bis heute die Entwicklung der Musik, heißt es in der Ankündigung. Die Kindheit des in Eisenach geborenen Komponisten sei von Luthers Lehren geprägt gewesen. Er habe sie aufgesogen und später 30 von 37 Luther-Liedern vertont. Evangelische Gesangbücher sind ebenfalls untrennbar mit Luthers Liedern verbunden. Vor der Reformation gab es noch keine.

Was vielleicht nicht jedem bewusst ist: „Johann Sebastian Bach hat in den seltensten Fällen eigene Choral-Melodien komponiert, sondern auf Melodien anderer zurückgegriffen.“ Eben auch auf die von Martin Luther. In der Konzertankündigung heißt diese Art der Musik „evangelischer Pop zum Mitsingen“. Wie dieser mehr als 250 Jahre später in einem Jazzprojekt bearbeitet klingt, zeigt Blue Note Bach unter Leitung des Bremer Jazzpianisten Jens Schöwing. Mit ihm spielen die Wahl-Berlinerin Alina Rotaru (Cembalo), Christian Frank (Kontrabass) und Marc Prietzel (Schlagzeug). Mit seinem Grenzen überwindenden Konzept gastierte Blue Note Bach auf Jazzfestivals wie Jazzahead. Ebensom kamen Einladungen von Veranstaltern klassischer Konzerte. Das Publikum dürfe „Ernsthaftigkeit“ und „künstlerischen Wert“ der Bearbeitungen erwarten, heißt es in der Ankündigung.

„Ohne Luther kein Bach“: Konzert in der Klosterkirche am Sonntag, 22. Oktober, ab 18 Uhr, Karten an der Abendkasse für 15 Euro, ermäßigt zehn Euro.

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