Volleyball-Verbandsliga Männer

Oldie-Truppe des VSK: Lauter kleine Pizarros

Auch in diesem Sommer hat sich niemand aus der „Oldie-Truppe“, in der fast alle Akteure weit jenseits der 40 sind, zurückgezogen.
18.09.2020, 08:29
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Oldie-Truppe des VSK: Lauter kleine Pizarros
Von Tobias Dohr
Oldie-Truppe des VSK: Lauter kleine Pizarros

Recep Divanoglu

Christian Kosak

Osterholz-Scharmbeck. So richtig glauben kann Recep Divanoglu es irgendwie auch nicht. Wo um ihn herum die Gegner immer jünger und jünger werden, und die alten Konkurrenten sich langsam aber sicher aufs Altenteil zurückziehen, da stellt sich seine Mannschaft Jahr für Jahr aufs Neue der Herausforderung. So auch in der anstehenden Volleyball-Saison, die für die Männer des VSK Osterholz-Scharmbeck am morgigen Sonnabend mit dem Verbandsliga-Auswärtsspiel beim TV Jahn Schneverdingen beginnt.

Auch in diesem Sommer hat sich niemand aus der „Oldie-Truppe“, in der fast alle Akteure weit jenseits der 40 sind, zurückgezogen. Ein Umstand, der sogar den Trainer zum Schmunzeln bringt: „Das wundert mich eigentlich auch ein bisschen. Aber es zeigt vermutlich einfach, dass es den Jungs immer noch Spaß macht, sich im Wettbewerb zu messen.“ Und dieser Wettbewerb sieht in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie ein wenig anders aus. Lediglich sieben Teams streiten in der Verbandsliga 2 um einen Auf- und einen Abstiegsplatz.

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Bis auf den TSV Hollern-Twielenfleth, der für die Kreisstädter eine Unbekannte ist, stehen hauptsächlich Duelle gegen altbekannte Teams auf dem Programm: Schneverdingen, TuS Zeven, SVG Lüneburg III, Oldenburger TB III sowie die zweite Formation von Bremen 1860 warten auf den VSK. „Für uns geht es darum, die Liga zu halten. Und das sollte unter normalen Umständen auch möglich sein“, kündigt Spielertrainer Recep Divanoglu an, wohl wissend, dass gerade die Auswärtsfahrten wieder zu einer personellen Belastungsprobe werden dürften.

Schon an diesem Sonnabend stehen beim Saisonauftakt wohl nur sechs Akteure zur Verfügung. „Aber wenn wir eines können, dann mit personellen Engpässen umgehen“, sagt Divanoglu. Während in den Sommerferien kaum Training stattfand, haben die VSK-Männer die vergangenen Wochen genutzt, um sich für die Saison fitzumachen. „Die alten Männer wollen es noch mal wissen“, kündigt Werder-Fan Divanoglu lachend an.

Und ein wenig fühlen sie sich beim VSK tatsächlich wie lauter kleine Pizarros. Während viele Gleichaltrige längst ihren Rückzug vollzogen haben, trotzen die Kreisstädter irgendwie den Gesetzen der Zeit. Wobei Werder-Legende Pizarro ja jüngst ebenfalls einen Schlussstrich gezogen hat – wohingegen die Halbwertszeit der VSK-Oldies noch immer nicht erreicht scheint.

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