LED für Pilzköpfe Pilze mit Dioden – Umstellung der Straßenlaternen

Vor zwei Jahren hat Worpswede 276 Laternen auf LED umgerüstet. Jetzt sollen alle „dekorativen Leuchtenköpfe“ folgen. Die Umrüstung kostet 95 000 Euro, wovon es fast 90 Prozent als Zuschuss gibt.
17.06.2020, 18:15
Lesedauer: 1 Min
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Von Johannes Kessels

Worpswede. Es war ein Glück, dass die jüngste Sitzung des Worpsweder Planungsausschusses mal wieder über drei Stunden dauerte. Da war es irgendwann dunkel genug für einen kleinen Abendspaziergang rund ums Rathaus. Der Ausschuss besichtigte fünf neue Leuchtköpfe für Straßenlaternen, um die Umstellung aller noch in Worpswede stehenden Pilzleuchten auf Leuchtdioden (LED) vorzubereiten.

Vor zwei Jahren hat Worpswede bereits 276 Laternen auf LED umgerüstet. Jetzt sollen alle „dekorativen Leuchtenköpfe“ folgen, worunter die Gemeindeverwaltung die Pilzleuchten des Ortes versteht. Kosten wird die Umrüstung 95 000 Euro, wovon es fast 90 Prozent als Zuschuss gibt. Selbst bezahlen muss die Gemeinde 10 850 Euro.

Die Ausschussmitglieder sollten jetzt fünf verschiedene Leuchtköpfe bewerten, die in den Laternen ums Rathaus herum montiert worden waren. Hauptwertungskriterium sollte mit 50 Prozent der Preis sein, zu 30 Prozent wurde das Aussehen gewertet, zu 20 Prozent die Energieeffizienz. Werner Schlüter von der Unabhängigen Wählergemeinschaft fand, der Preis solle keine Rolle spielen. Da aber die Kriterien schon bei der Ausschreibung in Kraft waren, können sie nicht mehr nachträglich geändert werden, erklärte Michael Rath, der Leiter des Fachbereichs Baudienste. An diesem Abend sollte es ohnehin nur um das Aussehen und um die Leuchtwirkung gehen.

Bei dem Spaziergang wurde festgestellt, dass vier der fünf Leuchten aus bestimmten Blickwinkeln stark blendeten, einige sogar aus fast jeder Richtung, aus der man sich ihnen als Fußgänger näherte. Blendfrei war nur eine Leuchte, die aus vier Einzelleuchten zu je ungefähr neun Dioden bestand, aber hier war der Ausschuss sich nicht sicher, ob nicht eine Abdeckung nach unten fehlte. Außerdem warf die Lampe zwar einen hellen Querbalken über die Fahrbahn der Bauernreihe, beleuchtete aber nicht den Fußweg in Längsrichtung. Möglicherweise, so die Vermutung einiger Ausschussmitglieder, war der Kopf um 90 Grad verdreht eingesetzt.

Nach der Besichtigung wurden Bewertungsbogen ausgefüllt und von Michael Rath eingesammelt. Eine Auswertung wurde mit Rücksicht darauf, dass es bereits 22.30 Uhr war und noch ein nichtöffentlicher Sitzungsteil folgte, auf später verschoben.

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