Depot in Kaserne aufgebrochen 28.000 Schuss Munition fehlen

Seedorf. Kistenweise haben Unbekannte scharfe Munition aus der Bundeswehrkaserne in Seedorf im Kreis Rotenburg geschleppt. Die Täter hätten zehn im Freien stehende Behälter aufgebrochen und 28.000 Geschosse gestohlen, sagte Oberstleutnant Olav Hinkelmann am Samstag.
08.02.2014, 00:00
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28.000 Schuss Munition fehlen
Von Hans Ettemeyer

Aus der Fallschirmjägerkaserne der Bundeswehr in Seedorf (Landkreis Rotenburg) ihaben Unbekannte scharfe Munition gestohlen. Die Täter hätten zehn im Freien stehende Behälter aufgebrochen und 28.000 Geschosse gestohlen, sagte Oberstleutnant Olav Hinkelmann am Samstag.

Der NDR hatte zuvor von einem anonymen Anrufer berichtet, der die Menge der verschwundenen Munition mit 55.000 Schuss angegeben habe.

Nach Angaben von Olav Hinkelmann hatten Soldaten am frühen Freitag Morgen bei einer Kontrolle an zehn kleinen Munitionsbunkern aus Waschbeton Aufbruchspuren entdeckt. In unmittelbarer Nähe der Munitionsbehälter sei der Kasernenzaun aufgeschnitten worden, berichtete der Oberstleutnant.

In den etwa drei mal eineinhalb Meter großen Munitionsbehältern, die frei auf dem Gelände der Fallschirmjägerkaserne stehen, lagert die Bundeswehr Gefechts- und Übungsmunition, vorwiegend für das Gewehr G36 und die Pistole P8. Die Patronen sind in unterschiedlich großen Holzkisten verpackt, die je nach Anzahl ein Gewicht von 20 und mehr Kilogramm haben.

Die Soldaten hätten den Bereich um die kleinen Munitionsbunker sofort gesperrt, um keine Spuren zu zerstören. Gleichzeitig sei die Polizei alarmiert worden, die auch bei Straftaten in einem militärischen Sicherheitsbereich zuständig ist, sagte Hinkelmann. Am Freitag Nachmittag war die Polizei damit beschäftigt an den aufgebrochenen Behältern Spuren zu sichern. Nach der anschließenden Inventur der Bundeswehr steht nun fest, dass 16.000 Schuss Munition für Pistolen und 12.000 Schuss Gewehrmunition verschiedenen Kalibers gestohlen wurden.

Das Kasernengelände war am Morgen gleich abgesperrt worden. Für viele Soldaten galt auch am späten Nachmittag Dienstbereitschaft. Soldaten und zivile Mitarbeiter, die das Kasernengelände verlassen durften, wurden streng kontrolliert, ihre Fahrzeuge durchsucht.

In Seedorf sind neben zwei Fallschirmjäger-Bataillonen verschiedene sogenannte Luftlandeunterstützungseinheiten stationiert. Mehrere Hundert Seedorfer Soldaten sind ständig in Afghanistan im Einsatz.

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