Cuxhaven/Bremen

Elbfähre: Bremer halten an eigenen Plänen fest

Cuxhaven·Bremen. Die Entwicklungs- gesellschaft Brunsbüttel hat am Freitag Medienberichte bestätigt, wonach die Elbfähre zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven wiederbelebt wird (wir berichteten). Eine estnische Reederei werde ab Herbst mit drei Schiffen im Stundentakt Lastwagen, Autos und Passagiere über die Elbe befördern.
09.05.2015, 00:00
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Elbfähre: Bremer halten an eigenen Plänen fest
Von Hans Ettemeyer

Die Entwicklungs-

gesellschaft Brunsbüttel hat am Freitag Medienberichte bestätigt, wonach die Elbfähre zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven wiederbelebt wird (wir berichteten). Eine estnische Reederei werde ab Herbst mit drei Schiffen im Stundentakt Lastwagen, Autos und Passagiere über die Elbe befördern. Das Schifffahrtsunternehmen AS Tallink Grupp habe dafür im März die Elb-Link-Reederei mit Sitz in Cuxhaven gegründet. Details sollen allerdings erst auf einer Pressekonferenz am kommenden Freitag mitgeteilt werden.

Diesem Termin sieht auch Klaus-Peter Lasse, Mitgesellschafter der Bremer Naval Consult Lasse und Pache GmbH, mit großem Interesse entgegen. Erst im Februar hatte er Pläne für ein eigenes Projekt „Elbe-Ferry“ vorgestellt. „Daran halten wir auch weiterhin fest“, sagte Lasse am Freitag dem WESER-KURIER. Bei Lasses „Elbe-Ferry“ sollen drei Schiffe neuen Typs zum Einsatz kommen. Die mehr als 70 Meter langen Fähren sollen mit schadstoffarmem verflüssigtem Erdgas angetriebenen und 250 Passagiere, 36 Autos und sechs Lkw transportieren können. Bislang gibt es für die jeweils 25 Millionen Euro teuren Neubauten allerdings noch keine Geldgeber. „Wir sind aber weiter im Gespräch mit Investoren und Reedereien, die interessiert sind“, sagte Lasse. Die Pläne der Elb-Link-Reederei sieht er skeptisch. Wie er aus Schifffahrtskreisen gehört habe, wolle die Elb-Link-Reederei gebrauchte Seefähren einsetzen. Doch die sind seiner Meinung nach viel zu groß, zu personalintensiv und damit unwirtschaftlich.

Brunsbüttels Bürgermeister Stefan Mohrdieck begrüßte unterdessen die neue Verbindung. Die Fährlinie helfe der Stadt, aus ihrer Randlage zu kommen, sagte er.

Fährverbindungen zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven gab es mehrfach seit dem 18. Jahrhundert. Zuletzt pendelte die Elbe-Ferry von August 1999 bis März 2001 zwischen den beiden Hafenstädten. Ihre Schiffe waren jedoch zu alt für einen verlässlichen und rentablen Betrieb in der Elbmündung mit ihren starken Strömungen. Die neue Fährgesellschaft will die bestehenden Anleger der „Elbe-Ferry“ in Brunsbüttel und Cuxhaven reaktivieren, hieß es.

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