Spezialkommando rückt umsonst aus Frau provoziert Großeinsatz

Bremen. Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei hat am Sonnabendvormittag im Stadtteil Walle für Aufmerksamkeit gesorgt. Die rund 20 Beamten rückten in Begleitung von Hubschrauber und Feuerwehr an.
07.02.2016, 00:00
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Frau provoziert Großeinsatz
Von Klaas Mucke

Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) der Polizei hat am Sonnabendvormittag im Stadtteil Walle für Aufmerksamkeit gesorgt. Die rund 20 Beamten rückten in Begleitung von Hubschrauber und Feuerwehr an. Eine Frau hatte angegeben, mit einer Schusswaffe bedroht worden zu sein.

Am Ende aber gab es Entwarnung: falscher Alarm. „Es hat nie eine Bedrohungslage gegeben“, hieß es aus dem Lagezentrum der Bremer Polizei. Bei der Frau handele es sich um eine offenbar psychisch labile Person, so ein Polizeisprecher. Die Frau werde derzeit vom Krisendienst begutachtet und eine Zwangsunterbringung geprüft. Die Polizei wird Strafanzeige wegen Missbrauch von Notrufen erstatten. Die Kosten des Einsatzes würden der Frau in Rechnung gestellt, sagte ein Sprecher der Polizei. Einen genauen Betrag nannte er nicht, bezifferte den Wert aber auf „einige Tausend Euro“. Zudem werde die Feuerwehr ebenfalls ihre Kosten geltend machen.

Dem Einsatz konnte die Polizei schließlich noch etwas Positives abgewinnen: „Das übt“, hieß es aus dem Lagezentrum. Ernstfälle schulten die Abläufe der Beamten besser als jede Simulation.

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