Erzbischof Marx fordert nach Missbrauchsgutachten Veränderungen in der Kirche

Das Gutachten über sexuellen Missbrauch im Erzbistum München und Freising hat viele Gläubige zutiefst erschüttert. Kardinal Marx hat sich nun erneut für das Leid und den Vertrauensverlust entschuldigt.
27.01.2022, 15:19
Lesedauer: 4 Min
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Von Benjamin Lassiwe

Eine Woche nach der Veröffentlichung des Münchner Missbrauchsgutachtens hat der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Kardinal Marx, ein erneutes Rücktrittsangebot an Papst Franziskus vorläufig ausgeschlossen. „Ich klebe nicht an meinem Amt“, sagte Marx am Donnerstag in München. Er hatte bereits im vergangenen Jahr Franziskus seinen Rücktritt angeboten, dies hatte der Papst aber abgelehnt. „Dieses Angebot war sehr ernst gemeint“, sagte Marx. Nun wolle er sich aber „nicht einfach vom Acker machen.“ Vielmehr wolle er sich „für eine verlässlichere Aufarbeitung, eine noch stärkere Zuwendung zu den Betroffenen und für eine Reform der Kirche“ einsetzen. „Falls ich den Eindruck gewinnen sollte, ich wäre dabei eher Hindernis als Hilfe, werde ich das Gespräch mit den entsprechenden Beratungsgremien suchen und mich kritisch hinterfragen lassen“, sagte Marx. „In einer synodalen Kirche werde ich diese Entscheidung nicht mehr mit mir allein ausmachen.“

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