Vorsorgeverträge werden direkt mit dem Bestattungsinstitut getroffen / Bestattung, Trauerfeier und Finanzierung können vorab festgelegt werden Schon zu Lebzeiten die wichtigen Entscheidungen treffen

Mit einem Vorsorgevertrag kann jeder Mensch zu Lebzeiten die eigene Beerdigung organisieren. Viele Bestatter bieten den Vertrag als Serviceangebot an. Darin können individuelle Wünsche schriftlich festgehalten werden.
27.09.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Mit einem Vorsorgevertrag kann jeder Mensch zu Lebzeiten die eigene Beerdigung organisieren. Viele Bestatter bieten den Vertrag als Serviceangebot an. Darin können individuelle Wünsche schriftlich festgehalten werden.

Zwar ist es eine schwierige Aufgabe über das eigene Ende nachzudenken, es kann aber ein Vorteil sein, alles frühzeitig festzulegen.

Nicht zuletzt bedeutet es eine Erleichterung für die Angehörigen. Diese müssen sich so in der schweren Zeit im Trauerfall nicht mit organisatorischen Dingen beschäftigen und sind bei finanziellen Engpässen nicht auf fremde Hilfe angewiesen.

Inhaltlich können mit einem Vorsorgevertrag alle Details der persönlichen Bestattung geregelt werden. Unter anderem kann so festgelegt werden, welche Bestattungs- und Grabart gewählt werden soll. Auch der bevorzugte Friedhof, auf dem die Bestattung vollzogen wird, kann bestimmt werden. Das Dokument kann zudem die Gestaltung der Trauerfeier und des Grabmals beinhalten. Auch die gewünschte Grabpflege, etwa eine dauerhafte Lösung, kann im Vorsorgebericht bereits festgelegt werden. Jeder entscheidet individuell wie umfangreich und präzise der Vertrag gestaltet werden soll, denn nicht alle Details der Bestattung müssen zwingend im Vorfeld festgelegt werden. Alle Inhalte können jederzeit verändert und angepasst werden.

Neben den Formalitäten rund um die Bestattung kann die Vorsorge auch bereits die Kosten und die Finanzierung der Beerdigung umfassen. Um in dieser Hinsicht einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, ist der Vorsorgevertrag daher besser geeignet als ein Testament, das im Regelfall erst nach der Beisetzung geöffnet wird. Im Zuge des Vertragsabschlusses werden etwa die Bestattungskosten bereits an das Bestattungsunternehmen gezahlt, bei dem der Vertrag abgeschlossen wurde.

Bei der Vorsorge empfiehlt sich das Einrichten eines Treuhandkontos. Auf diese Weise ist der Kunde bei Insolvenz oder Tod des Bestatters vor dem Verlust seines Geldes geschützt. Viele Institute bieten auch die Möglichkeit einer Finanzierung an. Für viele Menschen ist auch eine Sterbegeldversicherung eine gute Wahl, um im Ernstfall gut vorgesorgt zu haben.

Eine Bestattungsvorsorge bietet sich vor allem an, wenn eine besondere Feuer-, eine Friedwald- oder eine Seebestattung gewünscht ist. Dies gilt ebenso für anonymen Beisetzungen.

Außerdem stellt sich mit einem Vorsorgevertrag für die engsten Angehörigen später nicht das Problem, über die jeweiligen Wünsche des Verstorbenen zu spekulieren. Im Todesfall müssen diese lediglich den in Kenntnis gesetzten Bestatter benachrichtigen. xfl

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