Angebote für jederman Was bei der Betreuung unheilbar Kranker wichtig ist

Parallel zum Kongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin bietet die Bremer Palliativwoche viele öffentliche Veranstaltungen zum Umgang mit schwerst- oder todkranken Menschen.
25.09.2022, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Was bei der Betreuung unheilbar Kranker wichtig ist
Von Ulrike Troue

Zu nichts möchte man mehr Abstand haben als zum Tod. Doch das Thema betrifft jeden zwangsläufig irgendwann –  durch Freunde, Angehörige und auf dem Sterbebett. Daher lädt der Förderverein der Palliativstation am Klinikum Links der Weser Interessierte zu Veranstaltungen der Bremer Palliativwoche vom 25. September bis zum 3. Oktober ein. Sie laufen parallel zum Fachkongress der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin unter dem Motto "Palliativversorgung: Segeln hart am Wind", bei dem sich Experten über Grenzerfahrungen und Herausforderungen austauschen, um die Palliativmedizin und -versorgung interdisziplinär und berufsgruppenübergreifend auf allen Ebenen zu fördern.

Das vielfältige Programm der Bremer Palliativwoche hat der Förderverein (www.palliativ-bremen.de), der sich seit 25 Jahren für die Belange unheilbar kranker Menschen engagiert, mit der Hochschule Bremen und unterschiedlichen Fördern und Institutionen erarbeitet. Durch die zumeist kostenfreien Angebote können Interessierte sich über die Versorgung sowie würdige Begleitung und Betreuung von schwerst- und sterbenskranken Menschen informieren oder Denkanstöße bekommen. 

Ausstellungen

Zur Eröffnung der Bremer Palliativwoche wird um 12 Uhr die Ausstellung "Schau mich an" in der Kirche Unser Lieben Frauen eröffnet. Die Bremer Krebsgesellschaft präsentiert Fotos von Frauen im Umgang mit der Krebstherapie. Von Mittwoch, 28. September, an läuft im Künstlerhaus Bremen jeweils von 14 bis 18 Uhr, die Ausstellung "The palliative turn" mit weiteren Veranstaltungen. Als Dauerpräsentation ist die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland zwischen Marktplatz und St.-Petri-Dom angelegt, die Bremerinnen und Bremern aus Politik, Gesellschaft und der Hospiz- und Palliativ-Versorgung per Videobotschaft kommentieren. 

Bürgerforum, Vortrag und Seminar

Unter der Überschrift "Zu Hause pflegen – wie kann das gehen" ist für Mittwoch, 28. September, von 15 bis 16.30 Uhr ein Bürgerforum in der Kulturkirche St. Stephani geplant. Unter anderem stellen sich Hausarzt Ulrich Grabenhorst, Katja Fischer, Chefärztin der Palliativstation Links der Weser, Pflegefachkraft Susanne Dinklage, Reinhard Leopold, Mitglied der Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen, und der Landesbehindertenbeauftragte der Diskussion, an der sich Interessierte auch online auf YouTube@DGPalliativ beteiligen können. Das Leben als unberechenbare Herausforderung bis zuletzt beleuchtet Gesundheitswissenschaftlerin Annelie Keil in ihrem Vortrag "Ungewiss. Eigensinnig. Hoffnungsvoll" am Montag, 26. September, ab 20 Uhr in der Kirche Unser Lieben Frauen. In einem Erste-Hilfe-Kursus am Montag, 26. September,  wollen Christian Woiwode vom Hospiz Horn und Palliativlotsin Elke Ehlert Menschen dazu ermutigen, sich Sterbenden zuzuwenden. Infos und Anmeldung unter Telefon 43 07 65 00 oder E-Mail an
foerderverein@palliativ-bremen.de.

Kulturelle Programmpunkte

Am Dienstag, 27. September, wird um 18 Uhr der Film "In Liebe lassen" im Kino City 46 gezeigt. Wer sich dazu anregen lassen möchte, Trauerwege in Poesie und Musik zu beschreiten, ist am Dienstag, 27. September, ab 19 Uhr in der Kolumbariumskirche St. Elisabeth willkommen. Wie es gelingt, dem Tod zu entrinnen, zeigt das Ensemble des Theaterlaboratoriums Oldenburg am Mittwoch, 28. September, in dem Stück "Die Bremer Stadtmusikanten – Schönheit kennt kein Alter" um 20 Uhr im Schlachthof. Den Dichter-Wettstreit zum Thema "Der Tod stirbt nie" nur für Kongressteilnehmerinnen und -teilnehmer am Donnerstag, 29. September, ab 20 Uhr in St. Stephani lässt sich online via YouTube@DGPalliativ verfolgen. Die Philosophie-Werkstatt "Zum Umgang mit Leid" von Christoph Lubberich am gleichen Abend beginnt um 19.30 Uhr im Atrium Kirche.

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