Kommentar über Hasskommentare

Courage zeigen

Im Internet kann jeder seine Meinung äußern. Doch die Anonymität fördert Hasskommentare, bei denen manche Inhalte im strafrechtlich relevanten Bereich liegen. Wegschauen ist keine Option, meint Ina Schulze.
30.05.2019, 20:10
Lesedauer: 1 Min
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Von Ina Schulze
Courage zeigen

Die Anonymität im Netz fördert Hate Speech.

Oliver Berg /dpa

Soziale Medien sind Fluch und Segen zugleich. Facebook, Whatsapp und Co. ermöglichen einen niedrigschwelligen Zugang zu Informationen. User auf der ganzen Welt können sich zu verschiedenen Themen und Fragen austauschen. Durch das Internet und die sozialen Medien kann jeder seine Meinung äußern, selbst Debatten anstoßen. Auch die „Fridays for Future“-Bewegung organisiert sich via Whatsapp. Doch Anonymität und virtueller Kontakt fördern Hate Speech. Nutzer greifen andere verbal an, drohen oder billigen Gewalt gegen die, die nicht ihrer Meinung sind.

Sich von der Kommentarfunktion oder gleich den gesamten sozialen Medien abzuwenden, ist aber keine Option. Zivilcourage ist das Stichwort. Auf der Straße würde man sich bei Pöbeleien und Beleidigungen doch auch einmischen. Auch in der digitalen Welt müssen Bürger sich füreinander einsetzen, die Augen offen halten, Kommentare ernst nehmen. Aber auch die Institutionen müssen handeln. Hasskommentare dürfen nicht ignoriert oder nur gelöscht werden. Sie müssen juristisch verfolgt werden. Damit die Errungenschaft des Internets, der Informationsaustausch, weiter friedlich möglich bleibt.

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