Wetter: Nebel, 11 bis 16 °C
Grasberger Hundeklasse
Der Artikel wurde zur Merkliste hinzugefügt.
Die Merkliste finden Sie oben links auf der Seite.

Vierbeiniger Helfer im Klassenzimmer

Cornelia Hagenah 12.11.2018 0 Kommentare

TEruptiundis dolupta ssincit pra conecup tassimi, con estotas del is endusam ustrum estiure nem abo. Et re nonsequiam.
TEruptiundis dolupta ssincit pra conecup tassimi, con estotas del is endusam ustrum estiure nem abo. Et re nonsequiam. (Xxx)

Grasberg. In der fünften Klasse von Sina Krause ist vieles anders. Seit Anfang des Schuljahres unterrichtet sie als Klassenlehrerin an der Integrativen Gesamtschule (IGS) Lilienthal am Standort Grasberg, und das tut sie nicht alleine. Ihr Hund Boomer unterstützt sie. Krause leitet die Hundeklasse und bringt damit eine neue Unterrichtsmethode an die Schule, von der am meisten die Kinder profitieren. Morgens begrüßen sie nicht nur ihre Lehrerin, sondern auch Boomer. Wer das ist, wählt der Hund mittels eines Glücksrades selber aus. „Spin“ lautet der Befehl von Krause, und Boomer fängt tapsig an, das eigens von ihr gebaute Glücksrad mit der Pfote anzustoßen. Sechsundzwanzig Nummern stehen darauf für die Namen der Schüler. Sechs von ihnen dürfen heute Hund Boomer mit einer Streicheleinheit begrüßen.

Nacheinander rufen sie Boomer und geben ihm dann ein Hundeleckerli. Boomer, eine Kreuzung zwischen Cocker Spaniel und Pudel, die sich im Fachjargon Cockapoo nennt, scheint dies zu gefallen. Der dreijährige Rüde steuert freudig schwanzwedelnd auf den ihn rufenden Schüler zu und lässt sich streicheln, nachdem er sich die Belohnung einverleibt hat.

„Das ist cool für die, die Angst haben, er macht ja überhaupt nix,“ meint Maria selbstbewusst. Sie und ihre Mitschüler finden es toll, den kleinen Vierbeiner mit dem braunen, krausen Fell und den treuen Augen im Unterricht dabei zu haben. Denn Boomer kann noch viel mehr. Mittels eines auf den Rücken geschnallten Tragerucksacks kann er Lernzettel oder Vokabeltests verteilen. „Das ist der Renner“, sagt Krause, die die verschiedenen positiven Aspekte, die ihr Hund mit in den Klassenraum bringt, hervorhebt.

Stressreduzierend und motivierend

„Er wirkt stressreduzierend und motivierend“, so die Lehrerin und Hundeliebhaberin. Selber mit Hunden aufgewachsen, habe sie sich bewusst für eine Rasse entschieden, die sehr kinderfreundlich, gelehrig und nicht allzu groß ist. Daneben hat Krause sich weitergebildet, natürlich zusammen mit ihrem Hund, und sogar ihre Masterarbeit an der Uni hat sie über tiergestützte Pädagogik geschrieben.

Schulhunde werden inzwischen verstärkt in Kindergärten und Schulen eingesetzt. In England und Amerika werde dies schon länger praktiziert, so Krause. Sie ist überzeugt, Boomer wirkt sich positiv auf das physische Befinden der Schüler aus: „Seine Anwesenheit senkt den Blutdruck und die Herzfrequenz.“ Aber auch der soziale Aspekt sei wichtig. Sie findet, dass sie selbst anders wahrgenommen werde, nicht nur als Lehrerin, sondern auch als Mensch. Und: „Wer sich gut mit Boomer versteht, der kommt gut an.“

Natürlich verstehen sich alle Kinder gut mit Boomer. Der gönnt sich inzwischen eine kleine Pause und hat sich unter der Tafel gemütlich hingestreckt. Nicht weit entfernt steht der Wassernapf und im Nebenraum ist eine kleine Hundehütte, wohin er sich zurückziehen kann. Nicht jeden Tag nimmt er am Unterricht teil. „Das wäre viel zu anstrengend“, sagt Krause. Lediglich an drei Tagen pro Woche ist der vierbeinige Unterrichtshelfer für zwei bis vier Stunden dabei.

Die Schüler schätzen unterschiedliche Dinge an Schulhund Boomer. Moritz gefällt die Lesezeit mit Boomer. Da können Schüler im Nachbarraum dem geduldigen Vierbeiner vorlesen. „Man hat das Gefühl, dass er besser zuhört. Da kann man ihn auch streicheln, und es macht nichts, wenn man sich verliest.“ Julienne dagegen findet es auch toll, mit Boomer und ihrer Lehrerin spazieren zu gehen. Maria ist zudem in der Hunde AG am Nachmittag, dort basteln sie gerade Hundespielzeug. Aber auch Regeln und Pflichten gehören mit in das Hunde-Programm, und daran müssen sich natürlich alle halten. Es gibt einen Hundedienst in der Klasse, denn Boomer braucht jeden Tag frisches Wasser. Und Leckerlis. Dafür sorgen die Schüler im Turnus und auch dafür, dass auf den Gruppentischen die kleinen Stoffbeutel immer mit ausreichend Hundesnacks als Belohnung gefüllt sind.

„Manchmal streiten wir uns sogar um die Dienste“, erzählt Soraya lachend. Doch letztendlich findet auch sie die Spiele mit Boomer am besten, egal ob es ein Würfel ist mit englischen Worten, den Boomer rollen darf oder den Buzzer und das Versteckspiel. Der Hund lockert den Unterricht auf und motiviert zum Lernen ohne Druck und auf spielerische Weise. Und das ist noch nicht alles. Die Kinder planen Klassenausflüge mit Boomer, auch einen Film wollen sie mit ihrem Schulhund drehen. So recht können sie sich wohl alle den Hund nicht mehr aus dem Unterricht wegdenken, denn darin sind sie sich einig: Die Schultage mit Boomer sind die besten.


Meine Wümme-Region
Ihr Portal für die Wümme-Region

Herzlich willkommen in Ihrem Portal für die Wümme-Region. In diesem Portal informieren wir Sie über wichtige Nachrichten und Veranstaltungen aus Ihrer Region.

Ein Syrer und sein neues Leben in Rotenburg
Samer Tannous ist Hochschullehrer aus Damaskus, lebt mit seiner Familie seit 2015 in Rotenburg und arbeitet dort als Französischlehrer. In der Wümme-Zeitung schreibt er wöchentlich über seine Erlebnisse.
Ihr Wetter in Bremen
Temperatur: 16 °C / 11 °C
Vormittag:
/__wetterkontor/images/wr/50/Nebel.png
Nachmittag:
/__wetterkontor/images/wr/50/bedeckt.png
  Regenwahrscheinlichkeit: 40 %
Die Sportmeldungen aus der Region
Veranstaltung für Ihre Region
Sonderthemen aus der Region
Sonderthemen aus der Region
Traueranzeigen
WESER-KURIER Kundenservice
Leserkommentare
erschreckerbaer am 22.10.2019 21:34
Ist doch in Ordnung.
Bis jetzt habe ich 48 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt.
Habe dafür Steuern bezahlt.
Würde ich mit 67 in ...
flutlicht am 22.10.2019 20:43
Lieber @Wk, wann hat Höffner denn nun die Fläche erworben? Mal schreiben Sie von 14 Jahren im Text und in der Einleitung von 11 Jahren. Was stimmt?