Kommentar zu Clemens Tönnies Ein Rausschmiss wäre zu billig

Den sofortigen Rausschmiss von Clemens Tönnies zu fordern, wäre zu einfach und billig. Damit ist keinem Opfer von Rassismus geholfen, eher mit tätiger Reue.
07.08.2019, 14:51
Lesedauer: 1 Min
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Ein Rausschmiss wäre zu billig
Von Markus Peters

Zu den Aussagen, die Clemens Tönnies beim Tag des Handwerks in Paderborn von sich gegeben hat, kann es keine zwei Meinungen geben: Das war rassistischer Blödsinn. Das hat Tönnies selbst gemerkt, seine Sätze kurz darauf als „töricht“ bezeichnet und bedauert. Dennoch ist die öffentliche Diskussion um den Rücktritt des Fußball-Funktionärs längst nicht ausgestanden. Jetzt aber seinen sofortigen Rausschmiss zu fordern, wäre zu einfach und billig. Damit ist keinem Opfer von Rassismus geholfen, eher mit tätiger Reue.

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Zudem: Der Aufsichtsratsvorsitz beim FC Schalke 04 ist kein öffentliches Amt. Deshalb wird über die Zukunft von Clemens Tönnies nicht in Talkshows, den sozialen Medien oder in Meinungsumfragen entschieden, sondern in den dafür zuständigen Gremien in Gelsenkirchen. Einen Fingerzeig hat die Sitzung des Ehrenrates des Vereins jetzt gegeben. Dort sitzen drei Juristen, ein Pfarrer und ein Steuerberater, also Menschen, die sich professionell mit Fragen der Schuld, Sühne und Vergebung beschäftigen. Ob der Kompromiss, das Amt für drei Monate ruhen zu lassen, ausreichend ist, darüber werden die Mitglieder des FC Schalke 04 zu entscheiden haben.

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