Fußball-Bremen-Liga

Mit gestärktem Selbstvertrauen

Die zuletzt in der Liga siegreiche SAV und der ins Lotto-Pokal-Halbfinale eingezogene Blumenthaler SV wollen gegen FC Union 60 beziehungsweise ESC Geestemünde dreifach punkten
01.11.2019, 15:51
Lesedauer: 3 Min
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Von Klaus Grunewald

Vegesack. Die Vorzeichen stehen günstig: Sowohl die SG Aumund-Vegesack als auch der Blumenthaler SV können an diesem Wochenende mit gestärktem Selbstvertrauen in den 13. Spieltag der Fußball-Bremen-Liga gehen. Dafür sollten die jüngsten Erfolge gesorgt haben. Die Burgwallelf, die am Sonnabend um 15 Uhr beim ESC Geestemünde antreten muss, hat soeben mit einem 3:1-Erfolg über die SV Hemelingen das Halbfinale des Lotto-Pokals erreicht. Und die SAV, die am Sonntag ab 14 Uhr beim Neuling FC Union 60 zu Gast ist, reist mit der Empfehlung eines 6:1-Kantersieges gegen den Habenhauser FV an.

ESC Geestemünde – Blumenthaler SV: Mit dem 3:1-Erfolg in Hemelingen im Viertelfinale des Lotto-Pokals hat der Blumenthaler SV ein wichtiges Zwischenziel in dieser Saison erreicht. Er überwintert in einem Wettbewerb, der am Ende den Einzug in die erste Runde des DFB-Pokals mit einem Bundesligisten als Gegner und damit einen reichlichen Geldsegen bedeuten kann. Doch bevor am 28. März 2020 das Halbfinale beim Landesligisten FC Huchting steigt, muss sich die Burgwallelf wieder auf den Liga-Alltag konzentrieren. Und der besagt, dass Trainer Denis Spitzer mit seinem Team an diesem Sonnabend im Bremerhavener Bürgerpark beim ESC Geestemünde anzutreten hat.

Die Seestädter, die vor Saisonbeginn zu den Favoriten um die Meisterschaft zählten, sind am Donnerstag vom FC Huchting aus dem Pokalwettbewerb geworfen worden. Die 2:5-Pleite machte einmal mehr deutlich, dass der ESC bislang weit hinter seinen Ansprüchen geblieben ist. Als Tabellendreizehnter mit 13 Punkten fällt die Zwischenbilanz unerwartet mager aus.

BSV-Trainer Denis Spitzer will auf dem Kunstrasen im Bürgerpark möglichst mit der Startformation antreten, die in der ersten Halbzeit gegen Hemelingen einen 3:0-Vorsprung erspielte und damit den Grundstein für den Sprung ins Halbfinale legte. Mit der Präsenz vom Mittwoch soll sie nun auch an diesem Sonnabend in Geestemünde auftreten, um möglichst drei Punkte mitzunehmen und in Lauerstellung hinter der Spitzengruppe in der Tabelle zu bleiben. „Wir wollen den Schwung aus dem Pokalspiel in Hemelingen mitnehmen“, bekräftigt der Blumenthaler Coach, der seinen lange verletzten Mannschaftskapitän Patrick Chwiendasz (Kreuzbandriss) erstmals 90 Minuten lang durchspielen lassen konnte und ihm eine starke Leistung bescheinigte.

Gleichwohl war das Pokalspiel in Hemelingen für die Blumenthaler kein Zuckerschlecken. Es habe viel Kraft gekostet, sagt Denis Spitzer. Immerhin hatte seine Mannschaft einen Tag länger Zeit, sich zu regenerieren als die Seestädter. Auch das spricht eher für die Nordbremer.

FC Union 60 – SG Aumund-Vegesack: Der Aufsteiger vom Jürgensdeich hat zwar erst fünf Pluspunkte auf dem Konto und ziert das Tabellenende. Doch unterschätzen dürfe man die junge Mannschaft auf keinem Fall, sagt SAV-Trainer Björn Krämer. In den sechs letzten Meisterschaftsspielen gingen die Stadtbremer komplett leer aus, hatten es aber auch mit „Krachern“ wie Oberneuland, Schwachhausen oder Brinkum und Bremer SV zu tun. Und auch der Blumenthaler SV tat sich beim 4:3-Heimsieg über das Team von Trainer Frank Dahlenberg äußerst schwer.

Björn Krämer ist sich denn auch sicher, dass der FC Union 60 noch genügend Punkte zum Klassenerhalt sammeln wird. Allerdings soll er aus Sicht der Vegesacker damit erst nach der Partie am Sonntag beginnen. „Natürlich wollen wir den Aufschwung vor allem aus dem Spiel gegen Habenhausen mitnehmen und uns in der Tabelle nach oben orientieren“, unterstreicht Björn Krämer und hofft, dass seine Mannschaft nach einer Schwächeperiode nun die Kurve gekriegt hat. Anlass zum Optimus kann ihm der klare Heimsieg gegen den Habenhauser FV geben. Krämer wertet ihn auch als Ergebnis eines Lernprozesses, den die Mannschaft durchgemacht habe. Konkret: Neben der spielerischen Qualität muss auch der Einsatzwille über 90 Minuten präsent sein, um in der Bremen-Liga zu bestehen.

Nachdem die Vegesacker aus den letzten drei Meisterschaftsspielen sieben Punkte mitgenommen haben, ist ihr Trainer nun nach eigenen Worten gespannt, wohin die Reise geht. Wenn allein die aktuelle Trainingsbeteiligung seiner Spieler ausschlaggebend wäre, kann er Optimismus walten lassen. Sie sei in den vergangenen sehr hoch gewesen, sagt Krämer, der den Konkurrenzkampf um die Plätze in der Startformation natürlich begrüßt. Am Jürgensdeich hat er bei der Besetzung der beiden Positionen in der Sturmspitze die Qual der Wahl, stehen doch neben dem gesetzten Alexander Schlobohm auch Mirko-Alexander Jankowski und der zuletzt gesperrte Bashkim Toski zur Verfügung.

Einen Stammplatz im Abwehrverbund der Vegesacker hat sich inzwischen der 20-jährige Alexander Ifebuzor erkämpft, der durch seine Schnelligkeit und technischen Fertigkeiten beeindruckt und sich immer wieder in den Spielaufbau des Teams einschaltet. Lobt sein Trainer: „Er hat sich sehr gut entwickelt.“ Mit dem Rollsportstadion feiert Ifebuzor jetzt übrigens ein Wiedersehen, wechselte er doch im Sommer von der U19 des FC Union 60 zur SAV.

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