Schließung möglich Tafel wünscht sich mehr Lobbyismus

In Delmenhorst wird weiter über den Zuschussbedarf der Tafel gerungen. An diesem Dienstag hat sich der Vorstand des Trägervereins erneut geäußert.
13.09.2022, 15:48
Lesedauer: 1 Min
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Tafel wünscht sich mehr Lobbyismus
Von Gerwin Möller

"Wir hätten uns mehr Lobbyismus gewünscht", sagt Walburga Bähre. Die Vorsitzende der Delmenhorster Tafel bedauert, in eine "solch verfahrene Situation" geraten zu sein.
"Leider haben wir nun keine andere Wahl mehr, als uns über die Auflösung der Delmenhorster Tafel zu unterhalten." Die Erklärung wurde an diesem Dienstagvormittag veröffentlicht, bevor am frühen Abend über die Weiterfinanzierung der Einrichtung im Sozialausschuss diskutiert werden sollte – allerdings hinter verschlossenen Türen.

Man habe als Vorstand zwei ausführliche Gespräche mit dem zuständigen Fachbereichsleiter geführt", so Bähre. Im Zusammenhang mit Vorhaltungen, die Tafel verfüge über Vermögen, habe man auf Zweckbindungen von Rücklagen hingewiesen.
"Wir sind vom Finanzamt als gemeinnütziger Verein anerkannt", so Bähre. Daraus resultiere, dass Rücklagen für die Ersatzbeschaffung von Kühlfahrzeugen auch nur dafür eingesetzt werden dürften. "Außerdem mindern diese Rücklagen auch noch einen erhöhten Zuschussbedarf durch die Stadt." Die Tafel befinde sich in einem angemieteten Objekt, "und wir mussten einen Kühl- und Gefrierraum einrichten". Sollten die Räume an der Grünen Straße nicht mehr zur Verfügung stehen, sei man zu einem Rückbau verpflichtet. "Wer wird denn die Kosten dafür in Höhe von rund 50.000 Euro übernehmen, die Stadt?", fragt Bähre. Der Verein sei dann auch durch eine mögliche Aberkennung der Gemeinnützigkeit bedroht.

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