Werder-Präsident fürchtet den Abstieg Fischer will Schulden machen

Bremen. Werder Bremens Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer will Schulden machen, um den drohenden Abstieg des Fußball-Bundesligisten zu verhindern. Das bestätigte der langjährige Werder-Funktionär der „Kreiszeitung Syke“.
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Werder Bremens Geschäftsführer und Vereinspräsident Klaus-Dieter Fischer will Schulden machen, um den drohenden Abstieg des Fußball-Bundesligisten zu verhindern. Der langjährige Werder-Funktionär sagte der „Kreiszeitung Syke“: „Was bedeutet eigentlich der Abstieg? Nach meinen Einschätzungen bedeutet das Umsatzeinbußen im zweistelligen Millionen-Bereich. Und was bedeutet dagegen eine kurzfristige, nicht zu umfangreiche Verschuldung, um in unser wichtigstes Gut – das Team – zu investieren?“

Bisher waren Schulden ein Tabuthema beim norddeutschen Traditionsverein. „Darüber werden wir mit dem Aufsichtsrat diskutieren müssen“, kündigte Fischer nun an. „Ich hoffe, das klappt schon in den nächsten Tagen, damit wir für die Transferperiode im Winter gerüstet sind.“ Dem „Kicker“ sagte Fischer: „Der traumhafte Werder-Weg ist auf Dauer nicht haltbar.“ Der Vereinschef liegt mit seinem Plädoyer für Investitionen auf einer Linie mit der großen Mehrheit der Werder-Fans; in einer Umfrage des WESER-KURIER sprachen sich 86 Prozent der Teilnehmer für Investitionen aus, um den Klassenerhalt zu sichern (siehe nebenstehender Text).

Fischer bestätigte zudem das Interesse von Bremer Unternehmern, mit Millionenbeträgen bei Werder einzusteigen, wenn Aufsichtsratschef Willi Lemke zurücktritt. „Das hilft Werder nicht weiter, wenn man die Unterstützung für den SV Werder an solche Bedingungen knüpft“, erklärte Fischer. Nur Lemke „selbst kann entscheiden, wie sein weiterer Weg ist“.

Bei den interessierten Unternehmen handelt es sich angeblich etwa um Zechbau sowie Cordes & Graefe aus Bremen sowie um die Lackfabrik Einza aus Hannover.

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