Ex-Werder-Stars an der Spitze Arnautovic holt Herzog als österreichischer Rekordnationalspieler ein

Ex-Werder-Profi Marko Arnautovic kann einen neuen Rekord in der österreichischen Nationalelf einstellen. Spielt er gegen Kroatien, hat er 104 Länderspiele bestritten. Eines mehr als ein anderer Werder-Star.
23.09.2022, 17:08
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Von han

Selten hat eine Bestmarke im österreichischen Fußball für Fans des SV Werder Bremen interessanter geklungen: Marko Arnautovic hat Andreas Herzog als Rekordnationalspieler eingeholt. Am Sonntag wird der eine Ex-Bremer den anderen dann voraussichtlich ablösen.

Bei der 0:2-Niederlage Österreichs in der Nations League gegen Frankreich stand Marko Arnautovic zum 103. Mal für die A-Nationalmannschaft der Alpenrepublik auf dem Rasen. Am Sonntag soll gegen Kroatien Einsatz Nummer 104 dazukommen. Dann thront der 33-Jährige, der von 2010 bis 2013 für Werder Bremen spielte und heute beim FC Bologna in Italien unter Vertrag steht, als alleiniger Rekordspieler seines Heimatlandes ganz oben.

„Es ist mir eine Ehre, dass ich so viele Spiele für das Nationalteam gemacht habe“, sagte der Wiener laut „Kronen Zeitung“ bereits vor dem Spiel gegen Frankreich. „Ich gehe jedes Spiel wie immer an, das macht für mich keinen Unterschied. Ich werde deshalb keine Superkraft bekommen.“ Ein typischer Arnautovic, der schon immer redete, wie ihm der Schnabel gewachsen war. Nicht zuletzt deswegen hatte er einst den Ruf als Skandal-Profi weg. Eine solch große Karriere, wie sie Marko Arnautovic hinlegte, hätten ihm längst nicht alle zugetraut. Bei Werder Bremen etwa hatte der Stürmer sein Potenzial einst nicht voll abrufen können.

Ich hoffe, dass er nicht nur mir, sondern allen österreichischen Fußballfans noch viel Freude machen kann. 
Andreas Herzog

Einer hat aber schon früh an ihn geglaubt – und zwar Andreas Herzog. Er verspüre „Stolz, sein Potenzial als U21-Teamchef im Gegensatz zu anderen früh erkannt zu haben“. Herzog, der selbst von 1992 bis 1995 und von 1996 bis 2001 bei Werder Bremen spielte, hatte den Rekord der meisten Länderspiele gerne. Dass er nun aber von seinem einstigen Schützling, zu dem er auch heute noch ein enges Verhältnis habe, überholt wird, „freut mich auch irgendwie“, sagte er in einem Interview auf der Internetseite des Österreichischen Fußball-Bund (ÖFB). „Ich hoffe, dass er nicht nur mir, sondern allen österreichischen Fußballfans noch viel Freude machen kann.“

Möglicherweise schon am Sonntag, indem gegen Kroatien der Abstieg aus der Nations League doch noch abgewendet wird. Mit einem Tor könnte Marko Arnautovic nicht nur dabei helfen, sondern sogar noch in einer anderen Bestenliste nach oben klettern: Aktuell steht der Ex-Profi des SV Werder Bremen mit 33 Treffern auf Platz drei der Rekordtorjäger der österreichischen Nationalmannschaft. Ein Tor mehr und Arnautovic schließt zu Legende Hans Krankl auf. Und dann wiederum hätte er wieder nur noch einen vor sich – Toni Polster, der bei 44 Treffern steht. Ob Arnautovic auch an den Rekord noch herankommt? Zutrauen muss man ihm mittlerweile alles.

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